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Über Oldtimer

Über Oldtimer


Welche Fahrzeuge fallen eigentlich unter die Kategorie "Oldtimer"?

Laut § 2 Nr. 22 der Fahrzeugzulassungsverordnung dürfen Fahrzeuge nur als "Oldtimer" bezeichnet werden, wenn sie mindestens vor 30 Jahren erstmals in den Verkehr gekommen sind. Darüber hinaus sollen diese Fahrzeuge weitgehend dem Originalzustand entsprechen und der Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dienen.
Deshalb gelten für Oldtimer auch einige Sonderregelungen und sie sind mit einem speziellen Nummernschild gekennzeichnet. Die Autokennzeichen der Oldtimer haben an der letzten Stelle den Zusatzbuchstaben "H" (Historisch) – Beispiel: M ZA 123H.


Youngtimer

Eine andere Bezeichnung, die auch oft in diesem Kontext fällt, ist der nicht genau definierte Begriff "Youngtimer". In der Regel zählen dazu Fahrzeuge, die ein Mindestalter von 20 Jahren haben. Viele Käufer eines Youngtimers erwerben diese Automobile, um mit Erreichen des Alters von 30 Jahren auf den Oldimer-Status überzugehen.


Vorteile für die Anschaffung eines Old- oder Youngtimers

Die Fahrzeuge sind entgegen dem "Einheitsdesign" der aktuellen Automodelle Unikate und vermitteln den Fahrzeuglenkern einen individuellen Fahrspaß.

In der Regel profitieren Eigentümer eines Oldtimers von günstigen Versicherungs- und Steuertarifen. Dazu kommt, dass die einschränkenden Regelungen der Feinstaubplakette für Fahrzeuge mit einem H-Kennzeichen nicht gelten.

Die nostalgischen Fahrzeuge unterliegen nicht dem herkömmlichen Wertverlust von jüngeren Modellen. Ganz im Gegenteil. Viele Halter eines Oldtimers können einen beträchtlichen Wertzuwachs erzielen.

Darüber hinaus gilt, dass Oldtimer aufgrund ihrer soliden Verarbeitung und kaum vorhandener, elektronischer Hilfsmittel weniger wartungsintensiv sind.


Nachteile für die Anschaffung eines Old- oder Youngtimers

Durch den Boom auf dem Oldtimer-Markt spiegelt sich der hohe Anschaffungspreis in der Beliebtheit vieler Modelle wieder. Nicht selten sind Fahrzeuge in einem relativ schlechten Allgemeinzustand und verlangen von den Käufern einen hohen materiellen und zeitlichen Aufwand zur Instandsetzung.

Entgegen der Vorgaben eines niedrigen CW-Werts der heutigen Fahrzeuge sind Oldtimer überwiegend in der Kategorie von Geschwindigkeit und Verbrauch benachteiligt. Insbesondere im Bereich der veralteten Motorentechnik sind hohe Verbrauchswerte jenseits der Zehn-Liter-Grenze keine Seltenheit.
Die Versorgung mit Ersatzteilen kann mitunter schwierig und kostspielig sein. Viele Fahrzeuglenker bedienen sich dazu auch der Mithilfe des Internets und gehen im World Wide Web auf die Suche nach geeigneten Quellen.

Durch das Fehlen elektronischer Hilfsmittel wie ABS und ESP wird von den Fahrern eines Oldtimers erhöhte Wachsamkeit während der Fahrt verlangt.
Oldtimer sind nicht mit Airbags ausgestattet! Auch "Nice to have"-Bestandteile wie Klimaanlage, Fensterheber, eingebaute Navigationsgeräte oder einen großen Kofferraum sucht man in den nostalgischen Fahrzeugen vergebens.