Mit dem Auto sicher durch den Winter

Die ersten kalten Tage lassen Autofahrer daran denken, das Fahrzeug fit für den Winter zu machen. Dabei gibt es einige Dinge, die sie beachten sollten. Auf den Punkt gebracht sind fünf Aspekte für eine sichere Fahrt entscheidend. Welche das sind und wie Sie Ihr Auto für den Winter vorbereiten, lesen sie jetzt.

Funktionsfähige Bremsen sorgen für Sicherheit

Diese fünf Dinge müssen Sie wissen

Die wichtigsten Aspekte, die für die Sicherheit eines Autos im Winter nötig sind, sollten Sie vorrangig berücksichtigen:

  • gute Batterie
  • fehlerfreie Technik
  • perfekt funktionierende Bremsen
  • optimale Sicht
  • die richtigen Winterreifen

Wenn Sie in allen fünf Punkten für gute Verhältnisse sorgen, kommen Sie mit Ihrem Auto sicher durch den Winter. Die passenden Ersatzteile können Sie unkompliziert online bestellen. DAPARTO hält eine anbieterübergreifende Auswahl von Kfz-Ersatzteilen bereit. Das Sortiment ist breit aufgestellt, der Bestellprozess unkompliziert. Sie erhalten passende Bremsscheiben, Wischblätter oder Rußpartikelfilter für alle Fahrzeuge – um nur eine kleine Auswahl der möglichen Ersatzteile zu nennen, die Sie für die Verkehrssicherheit im Winter benötigen könnten.

Batterie- und Technikcheck

Die Funktionsfähigkeit von Batterie und Technik sollten Sie in einer Werkstatt prüfen lassen. Säuredichte und Flüssigkeitsstand in der Batterie sind zu checken. Selbst, wenn das Auto mit so genannten wartungsfreien Batterien fährt, sollte dieser Check zum Standard vor dem Winter gehören. Eine Fachwerkstatt überprüft außerdem den Ladestrom für die Lichtmaschine. Wenn die elektrischen Verbindungen zum Anlasser, zur Beleuchtung und zum Motor stimmen, die Polklemmen sauber sind und die Kabelverbindungen einwandfrei sitzen sowie funktionieren, dann sind Batterie und Technik für den Winter in guter Verfassung.

Sie selbst können Frostschutz im Kühlwasser und der Scheibenwaschanlage auffüllen. Bei manchen Fahrzeugen muss der Luftfilter auf Winterbetrieb umgestellt werden.

Bremsen prüfen und bei Bedarf erneuern

Neue und moderne Autos verfügen über eine elektronische Warnanzeige, wenn die Bremsbeläge abgenutzt sind. Doch auch, wenn diese Warnlampe nicht blinkt, sollten Sie vorsorglich Bremsscheiben und Beläge kontrollieren lassen. Verfügt das Auto nicht über ein elektronisches Warnsystem, kann Ihnen übrigens Ihr Gehör dabei helfen, einen sich anbahnenden schnellen Verschleiß frühzeitig wahrzunehmen:

Hören Sie beim Bremsen schleifende Geräusche, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Bremskolben in Richtung Bremsscheiben rutscht. Beim Bremsen selbst merken sie es nicht, da der  Pedalweg gleich bleibt. Dennoch sollte ein schleifendes Geräusch Grund genug sein, sich auf alle Viere zu begeben und den Sicht-Check zu machen. Dafür gehen Sie wie folgt vor:

  • Vorderräder einschlagen, dann ist die Sicht auf die ca. 30 cm durchmessende Bremsscheibe frei.
  • Rot-orange Rostspuren sind nur Flugrost, der bei der nächsten Bremsung buchstäblich verfliegt.
  • Sehen Sie tiefe Rillen in der Scheibe, deutet das auf abgefahrene Bremsbeläge hin.
  • Zusätzlich prüfen Sie den Stand der Bremsflüssigkeit.  In der Regel ist es so, dass die Bremsklötze gewechselt werden müssen, wenn die Bremsflüssigkeit unter das Mindestmaß gefallen ist.

Vorsicht: Selbst, wenn die Bremsklötze praktisch aufgebraucht sind, bremst ein Auto noch. Allerdings knirscht dann Metall auf Metall, das verursacht die oben genannten Rillen auf der Bremsscheibe. Wechseln Sie in dieser Situation lediglich die Bremsbeläge, verschleißen diese erneut sehr schnell, weil defekte Bremsschreiben die neuen Bremsklötze über Gebühr beanspruchen und sehr rasch abnutzen. Langfristig betrachtet ist der Austausch von Bremsklötzen und Bremsschreiben in einem Arbeitsgang wirtschaftlicher.

Scheiben- und Wischercheck

Für einen ungehinderten Durchblick durch die Front-, Seiten- und Heckscheiben müssen diese von innen und außen sauber sein. Sorgen Sie für klare Sicht und überprüfen Sie die Wischblätter. Falls Sie nicht ohnehin schon die Waschanlage mit Frostschutz versehen haben, tun Sie es jetzt. Es wird oft gemacht, ist aber nicht ratsam: Selbst gemischte Frostschutzmittel aus Spiritus oder Spülmittel für die Waschanlage. Das Problem ist, dass die Produkte verklumpen und Pumpe sowie Leitungen der Anlage beschädigen können.

Um eine klare Sicht zu gewährleisten muss auch die Klimaanlage intakt sein. Sind die Filter voller Pollen und Staub, beschlagen die Scheiben schneller. Ein Filterwechsel ist deshalb ratsam.

Winterreifen aufziehen

Winterreifen aufzuziehen ist nicht nur eine optionale Maßnahme, sondern sie ist gesetzlich begründet. Die Straßenverkehrsordnung schreibt eine situative Winterreifenpflicht vor. Das bedeutet in der Praxis, dass bei winterlichen Verhältnissen Winterreifen obligatorisch sind. Die Winterreifenpflicht bezieht sich übrigens nicht nur auf in Deutschland gemeldete Fahrzeuge. Sie gilt auch für Autos, die außerhalb von Deutschland zugelassen wurden und auf deutschen Straßen fahren. Wer die Winterreifenpflicht ignoriert, muss mit Bußgeldern in Höhe von 40 bis 80 Euro rechnen und einen Eintrag ins Punkteregister in Flensburg hinnehmen. Da Winterreifen nicht während eines klar definierten Zeitraums aufzuziehen sind sollten Sie sich an der Faustformel O bis O = Oktober bis Ostern orientieren. liegen die Temperaturen um die 0 Grad Celsius, sind Winterreifen immer die bessere Wahl.

Winterreifen werden nur für wenige Monate im Jahr eingesetzt. Deshalb tendieren manche Verbraucher dazu, Winterreifen zu lang zu benutzen. Auch sollte ein Pneu nicht älter als sechs Jahre sein. Das Material wird über die Jahre spröde, die Oberfläche büßt an Grip und damit an Sicherheit ein – bei Glatteis und Schnee drohen fatale Folgen. Bitte beachten Sie, dass die Profiltiefe mindestens 4 mm betragen sollte.

Alte Reifen sollten entsorgt werden. Sie bergen ein hohes Sicherheitsrisiko.

Woher wissen Sie, wie alt ein Reifen ist?

Sie erkennen das an der sogenannten DOT-Kennung, die seitlich auf einem Reifen zu finden ist. Es handelt sich dabei um ein kleines oval, in dem sich vier Ziffern befinden. Die Ziffernfolge ergibt sich aus der Fertigungswoche und dem Fertigungsjahr. Steht auf dem Reifen die DOT-Kennung 4215 dann heißt das, dass dieser Reifen in der 42. Woche im Jahr 2015 hergestellt wurde.

Tipp: Falls Sie die Winterreifen selber wechseln, sorgen Sie dafür, die richtigen Radmuttern zu verwenden. Oft werden im Winter Stahlfelgen benutzt, die in der Regel kürzere Radmuttern erfordern als Alufelgen. Falls Sie die falschen Schrauben benutzen und diese festziehen, können Sie damit unter ungünstigen Umständen die Bremsanlage beschädigen oder blockieren.

Pflege von Schlössern, Dichtungen und Lack                 

Winterzeit ist Nässezeit. Hinzu kommen niedrige Temperaturen und Schmutz sowie Salz auf den Straßen. All das greift Schlösser, Dichtungen und den Lack an. Es hat sich bewährt, die Schlösser mit speziellem Schlossöl zu versehen, damit sich darin kein Wasser ansammeln und einfrieren kann. Reinigen Sie die Türdichtungen und tragen sie Talkum auf. Das beugt spröden, riesigen und anfrierenden Gummidichtungen vor. Zum Lackschutz waschen Sie das Fahrzeug vor dem Winter gründlich und tragen manuell Hartwachs auf, das schützt vor Salzen und aggressiven Partikeln. Zudem sollten Sie die üblichen Pflegemaßnahmen an Ihrem Auto auch in der Winterzeit nicht vernachlässigen.   

Bildquellen:

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Weitere Links:

– hier erhalten Sie passende Bremsscheiben

– Winterreifenpflicht nach der Straßenverkehrsordnung

– Gefahr bei Glatteis oder Schnee

übliche Pflegemaßnahmen für ihr Auto