Automobil goes online. Wo es funktioniert und welche Grenzen es gibt

In einer Statistik des bevh aus dem Jahr 2016 gibt es nahezu alle Produktgruppen, die mal mehr und mal weniger online verfügbar waren. Spitzenreiter waren damals Bücher, die zu 61,6 Prozent online gekauft wurden. Auf Rang 2 lagen Unterhaltungselektronik, Medien sowie Bild- und Tonträger und auf Platz 3 Handy, Telekommunikation und Zubehör. Autos oder gar Autozubehör ist gar nicht vertreten. Da stellt sich ganz unweigerlich die Frage, wieviel „online“ in puncto Automobil und Autozubehör überhaupt heute möglich ist. Eine Frage, die dieser Artikel zu beantworten wagt – inkl. hilfreicher Tipps für diejenigen, die sich neu aufmachen in die Online-Welt des Automobils.

Abbildung 1: Um online das passende Ersatzteil für das Fahrzeug finden zu können, muss die korrekte Fahrzeugzuordnung erfolgen. Artikelbeschreibungen, die aussagekräftig und informativ geschrieben sind, helfen bei der Auswahl.

Damit der Online-Teilekauf funktioniert, sind diese Tipps zu berücksichtigen

Händler und Käufer müssen buchstäblich auf einer Wellenlänge sein und sich verstehen ohne miteinander zu kommunizieren, sonst kann der Online-Autoteilehandel nur schwer funktioniert.

Das heißt in der Praxis:

  • Der Fahrzeughalter muss die korrekte Fahrzeugzuordnung leisten können. Der Händler muss dafür seinerseits eine detaillierte Abfrage der erforderlichen Fahrzeugdaten ermöglichen. In aller Regel weist ein professioneller Online-Teilehändler eine Maske aus, die den Hersteller, die Baureihe und das Modell abfragt. Alternativ ist die HSN- und die TSN-Nummer anzugeben, um die korrekte Fahrzeugzuordnung zu ermöglichen.
  • Die Artikelbeschreibungen und -bezeichnungen müssen aussagekräftig, hilfreich und verständlich sein und alle wichtigen Vergleichsdaten aufweisen, um das passende Zubehörteil auch ohne Beratung wie im Fachhandel online zu bestellen. Eine online-optimierte Aufbereitung der Inhalte, eine sinnvolle Verschlagwortung und eine Übersicht der wichtigsten technischen Daten macht eine Artikelbeschreibung besonders wertvoll.

Wie der Online-Teile-Handel per se ankommt, zeigt der folgende Blick in die Statistik zum Thema.

29 Prozent des Teile-Kaufs passiert heute bereits online

In einer Presseauskunft des international agierenden Marktforschungsinstituts Kantar TNS heißt es: „Weltweit geben 29 Prozent aller Käufer von Autoersatzteilen, Reifen oder Zubehör an, ihren letzten Teilekauf über das Internet getätigt zu haben. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 20 Prozent innerhalb eines Jahres.“ Natürlich liegt dies zum großen Teil daran, dass der Onlinemarkt immer weiter wächst. Warum sollte man extra zum Reifenhändler fahren, wenn man online bei Händlern wie beispielsweise ReifenDirekt, genau die Winterreifen findet, die man sich wünscht. Der Reifenhändler verfügt über eine breite Angebotspalette, in der eine Vielzahl an prominenten Marken vertreten sind.

Abbildung 2: Wer glaubt, dass nur ambitionierte Hobby-Schrauber den Online-Handel nutzen, der irrt sich. Die Statistik zeigt nämlich: 50 Prozent derer, die online Teile selbst kaufen, lassen sie in der Fachwerkstatt einbauen.

Der Autohandel selbst hat längst den Online-Sektor für sich erschlossen

Während der Teilehandel noch zaghaft seine Schritte in die Online-Welt geht, hat der Autohandel selbst das Internet längst als Absatzform für sich entdeckt – und dem Internet meist auch den Vortritt vor klassischer Anzeigenwerbung gegeben. Die Anforderungen an die Online-Händler im Automobilverkauf sind im Übrigen kaum zu unterscheiden von den Anforderungen an einen Teilhändler.

Auch hier geht es darum:

  • Korrekte Fahrzeugzuordnungen von den Interessenten abzufragen, um ihnen eine möglichst passgenaue Auswahl an Kaufobjekten zu präsentieren.
  • Online-optimierten Artikelbeschreibungen zu kreieren, die aussagekräftig sind, informieren und die meisten Fragen im ersten Anlauf beantworten.

Ein Fahrzeug online verfügbar zu machen, passiert dabei in der Praxis meist auf mehreren Kanälen – was im Übrigen ein Zeichen von Seriosität ist. Hat ein Händler das Fahrzeug auf seiner eigenen Homepage inseriert und stellt es zusätzlich auf gängigen Verkaufsportalen ein, zeigt das lediglich, dass er es bei seinem Unternehmensauftritt präsentiert und die Verkaufsplattformen nutzt, um Reichweite zu generieren. Ist ein inseriertes Modell nicht beim Händler zu finden, kann es sich um einen Zwischenverkauf handeln oder um einen Verkauf auf Kommission. Die wichtigsten Tipps rund um den Gebrauchtwagenkauf sind hier online zusammengeführt. Der Unterschied zwischen Online-Teile- und Fahrzeug-Handel liegt übrigens vornehmlich darin, dass ein Ersatzteil in der Regel noch postalisch versandt wird. Ein online erworbenes Fahrzeug muss jedoch in der Realität „abgeholt“ werden. Bleibt zu hoffen, dass bei der Suche nach einem neuen Fahrzeug die Umkreissuche aktiviert war, sonst kann die Abholung sich mitunter recht schwierig gestalten.

Bildquellen:

Abbildung 1: pixabay.com © pixel2013 (CC0 Public Domain)

Abbildung 2: pixabay.com © RyanMcGuire (CC0 Public Domain)

Weitere Links:

Link zur bevh-Statistik

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Presseinformation von Kantar TNS

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