Seinen Oldtimer in guten Händen wissen. Diese Tipps solltet Ihr beachten, wenn es um die Versicherung eurer ,,kleinen Besonderheit“ geht.

Ein echter Oldtimer ist nicht nur ein wahres Schmuckstück, sondern oft ein lang ersehnter Traum. Wer sich diesen Traum erfüllt und fortan mit einem echten Stück Automobilgeschichte über die Straßen fährt, möchte natürlich, dass dieses Auto bestens versichert ist. Immerhin stecken die meisten Oldtimerfreunde viel Geld und sehr viel Arbeit in ihren Traum und machen viel, um sicherzustellen, dass es dem Fahrzeug an nichts mangelt. Aber wie sieht das mit der Versicherung aus? Wie wird ein Oldtimer versichert und gibt es spezielle Angebote? Dieser Artikel schaut sich das einmal an.

Abbildung 1: Oldtimer bieten besonders viel Fahrspaß – doch worauf ist in Bezug auf die Versicherung zu achten?

Was macht Oldtimer besonders?

Wer jemals einen Oldtimerfreund mit strahlenden Augen neben seinem Fahrzeug erlebt hat, der weiß, dass es sich nicht um ein bloßes Auto handeln kann. Nein, Oldtimer sind besonders und sollten auch so behandelt werden. Denn es sind keine Fahrzeuge, die sieben Tage die Woche irgendwo vom Fließband laufen, die an jeder Straßenecke stehen und die quasi überall gekauft werden können. Sie sind die Fehldrucke der Briefmarkensammler, der seltene Schlumpf aus dem Überraschungsei oder die Spielfigur, die nie in den Handel ging, sondern nur ein paar Mal aus dem Lager verschwand. Was den Oldtimer so besonders macht, zeigt dieser Überblick:

  • Seltenheit – ein Oldtimer stammt aus einer vergangenen Epoche und je älter er ist, desto seltener ist er noch zu finden. Zudem steckt Arbeit, Geschick und Hingabe in dem Fahrzeug, da es zumeist händisch restauriert und in Schuss gehalten werden muss.
  • Wert – normale Neu- und Gebrauchtwagen lassen sich schnell bewerten. Die Schwacke-Liste gibt rasch Auskunft, und wie teuer ein Neuwagen ist, offenbart das Preisschild. Der Wert eines Oldtimers setzt sich aber ganz anders zusammen: Jahrgang, wie viele Fahrzeuge liefen überhaupt von Band, Herkunft, Zustand, originalgetreue Restaurierung.
  • Zeitgeschichte – ein Oldtimer erzählt immer ein Stück Geschichte. Nicht nur die, in deren Zeit er hergestellt wurde, sondern auch die seines eigenen Fahrzeuglebens. Wie gelangte das Fahrzeug zu dem Ort, wo er gefunden oder gekauft wurde? Wurde mit dem alten Wartburg eventuell gar die Flucht gewagt?

Neben dem reinen materiellen Wert besitzt der Wagen stets einen immateriellen Wert. Selbst ein Oldtimerbesitzer, der das rundum restaurierte Fahrzeug von einem speziellen Händler kauft, wird diesen besonderen Wert in dem Wagen erkennen. Wer hingegen selbst Hand anlegt und das alte Schätzen selbstständig in Schuss bringt und bei guter Gesundheit hält, kann wahrscheinlich die Geschichte jeder einzelnen Schraube erzählen, die bei der Aufbereitung gereinigt wurde.

Warum eine spezielle Oldtimer-Versicherung?

Grundsätzlich kann ein Oldtimer über eine ganz normale Autoversicherung versichert werden. Vorgeschrieben ist nur eine Kfz-Versicherung, welche dies ist, entscheidet der Kfz-Halter. Für Oldtimerbesitzer lohnen sich die speziellen Oldtimer-Versicherungen dennoch wesentlich eher:

  • Versicherungstypen – die Oldtimer-Versicherung beginnt quasi bei der Teilkaskoversicherung. In der untersten Versicherungsstufe sind also schon Schäden am Oldtimer selbst mitversichert. Wer den Vollkaskoschutz nutzt, genießt auch den Schutz bei selbst mit dem Oldtimer verursachten Unfällen. Zudem bieten viele Versicherungen für Oldtimer noch einen Komplettschutz an, der nochmals über die Leistungen der Vollkasko hinausgeht.
  • Erweiterung – die Oldtimer-Versicherung kann zusätzlich mit einer Haftpflichtversicherung kombiniert werden.

Grundsätzlich orientieren sich Oldtimer-Versicherungen an den Ansprüchen, die Oldtimerbesitzer an Versicherungen stellen. Das lässt sich gut an der Komplettversicherung erkennen, die unter anderem für Schäden am Oldtimer aufkommt, die beim Verladen desselben auf einen Anhänger entstanden. Auch Reifenschäden sind in diesem Produkt mit enthalten. Allerdings gibt es Anforderungen an den Oldtimer, damit dieser in die Oldtimer-Versicherung aufgenommen wird:

  • Alter – Oldtimer müssen mindestens fünfzehn Jahre alt sein. Ein H-Kennzeichen ist hingegen nicht vorgeschrieben.
  • Wert – das Fahrzeug benötigt einen Mindestwert von 10.000 Euro. Handelt es sich um ein Fahrzeug von unter dreißig Jahren, beträgt der Mindestwert 20.000 Euro.
  • Fahrer – dieser muss mindestens 25 Jahre alt sein. Er muss neben dem Oldtimer noch ein weiteres Alltagsfahrzeug zur Verfügung haben.
  • Abstellung – für das Fahrzeug muss nachts eine Garage oder ein anderer sicherer Stellplatz vorhanden sein.
  • Gutachten – um die Versicherung abzuschließen, ist ein Gutachten notwendig. Wer bereits das H-Kennzeichen beantragt hat, kann das hierfür erstellte Gutachten nutzen.

Je nach Versicherer ist es übrigens möglich, Fahrzeuge sehr individuell zu versichern. Hier kommt die zusätzliche Haftpflicht mit zum Tragen. Sollten beispielsweise ganz besondere Armaturen verbaut sein oder besitzt das Fahrzeug einen Schaltknüppel, der von einer berühmten Person nachweislich angefasst wurde und hat deshalb einen höheren Wert, können diese Aspekte mit aufgenommen werden.

Was ist sonst noch zu beachten?

Einige Oldtimerfahrer überlegen, ob sie das Fahrzeug überhaupt dauerhaft anmelden. Auch mit dem H-Kennzeichen ist eine Saisonanmeldung möglich, sodass natürlich auch die Versicherung über diese Zeitperiode gehen könnte. Allerdings ist diese Vorgehensweise wenig sinnvoll, was übrigens auch auf Motorräder mit Saisonkennzeichen zutrifft:

  • Keine Ersparnis – durch die An- und Abmeldung entstehen grundsätzlich Kosten. Je nach Stadt oder Landkreis sind die Anmeldekosten nicht unerheblich und übersteigen den Betrag, der im Winter gespart werden würde.
  • Sicherheit – wird die Versicherung nicht durchgängig abgeschlossen, unterliegt das Fahrzeug im Winter keinerlei Schutz. Oldtimerbesitzer müssen für diese Schäden stets selbst aufkommen. Wer glaubt, dass nichts passieren wird, liegt falsch: Wie schnell geschieht es, dass man in der Garage mit einem Reißverschluss ans Auto gerät?
  • Diebstahl – ein nur während der Saison versicherter Oldtimer genießt keinen Versicherungsschutz bei Diebstahl im Winter.

Natürlich empfiehlt es sich, die einzelnen Versicherer und auch die Oldtimer-Versicherungen miteinander zu vergleichen. Nur so lässt sich der beste Schutz für eben dieses eine Fahrzeug herausfiltern.

Abbildung 2: Eine gute Absicherung für einen Oldtimer ist sehr wichtig.

Fazit – etwas Besonderes besonders schützen

Ein Oldtimer ist eine kleine Besonderheit und für den Besitzer der wahrgewordene Traum. Deshalb sollte stets darauf geachtet werden, dass der Versicherungsschutz ebenso mit Bedacht gewählt wird, wie die einzelnen Ersatzteile. Gerade bei besonderen Oldtimern empfehlen sich individuelle Komplettversicherungen, in die die speziellen Werte des Fahrzeugs mit aufgenommen werden können, sofern die vom Gutachter bestätigt wurden.

Bildquellen:

Abbildung 1: @ jill111 (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Abbildung 2: @ melkhagelslack (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Weitere Links:

https://www.vdtuev.de/news/h-kennzeichen-zulassung-als-oldtimer-280217,

https://www.hiscox.de/privatkunden/…

https://www.stern.de/tv/…

Auto verkaufen leicht gemacht. Darauf kommt es an

Mit der Tatsache „der Gebrauchte soll verkauft werden“, sind für die meisten Autobesitzer viele Folgeentscheidungen verbunden: Soll das Fahrzeug online, via Zeitungsannonce oder anderweitig in Eigenregie verkauft werden? Soll ein Profi damit beauftragt werden und ein gebrauchtes Auto verkaufen? Beide Varianten haben ihre Berechtigung, denn: Während der Verkauf in Eigenregie auch bedeutet, sich um alle Formalitäten selbst zu kümmern, ist es vergleichsweise simpel, sich an einen Händler zu wenden, um das gebrauchte Auto zu verkaufen. Was sich wie auf den Preis auswirken kann und weitere Tipps und Trends, verrät dieser Ratgeber.

1.)   Den Verkaufszeitpunkt bewusst wählen!

Wer ohne externen Druck die freie Wahl hat, wann der Gebrauchte verkauft werden soll, sollte ganz bewusst in den Kalender kucken, bevor das Fahrzeug verkauft wird. Auch wenn es unwirklich klingt, so wirkt sich doch der Verkaufsmonat nachweislich auf den Verkaufspreis aus. Tendenziell lässt sich beobachten, dass Gebrauchte im Sommer am günstigsten verkauft werden. Zum Jahresende hin spielt das Weihnachtsgeld wohl eine entscheidende Rolle, denn dann werden die Preise am Gebrauchtwagenmarkt wieder deutlich höher. Besonders günstig werden Gebrauchte vor dem Sommer, also im Mai und Juni, verkauft.

2.)   In punkto Fahrzeugfarbe ist Metallic-Lack Trumpf

Jeder sieht auf den ersten Blick: Ein Fahrzeug mit Metallic-Lack schimmert im Sonnenlicht und sieht deutlich hochwertiger aus als ein mattes Fahrzeug. Deswegen ist auch eine Metallic-Lackierung immer ein wertsteigernder Faktor beim Fahrzeug, ganz egal, um welche Fahrzeugklasse es sich handelt. Mit Blick auf die Farbe selbst zeigt sich: Silber und Schwarz sind beliebte Klassiker, Rot ist den Meisten hingegen zu auffällig. Auch eine besondere Lackierung kann gut ankommen, wenn ein Liebhaber sich in die Sonderlackierung verguckt.

Abbildung 1: Es ist der Metallic-Lack, der die meisten Gebrauchtwagenfans in Verzückung geraten lässt. Allerdings ist die Farbe Rot eher weniger beliebt. Zumindest muss sich hierfür ein Fan interessieren. Die Klassiker Schwarz oder Blau sind deutlich einfacher zu vermitteln.

3.)   Die Ausstattung macht den Preis

Natürlich schlägt sich eine gute Ausstattung des Fahrzeugs auch positiv auf den Preis nieder, allerdings gilt auch: Die Ausstattung muss zur Fahrzeugklasse des Gebrauchten passen. So darf ein Kleinwagen durchaus spartanischer ausgestattet sein, als beispielsweise eine Limousine der Mittelklasse. Als Must-have jedes Fahrzeugs wird heute eine Klimaanlage und eine Servolenkung gehandelt. Das Navi hingegen gehört zur Grundausstattung in den größeren Fahrzeugen. Besonders beliebte Features sind ein Soundsystem, Leichtmetallfelgen, Xenon-Lichter oder eine Lederausstattung.

Tipp: Sind die Fahrzeugreifen noch gut in Schuss, kann sich das auch positiv auf die Verkaufschancen auswirken. Das heißt: Vier gute Reifen werden meist wohlwollend honoriert. Acht gute Reifen, die noch mindestens eine Saison sicher fahrbar sind, sind in den meisten Fällen ein recht mächtiges Verkaufsargument.

4.)   Beim Blick auf den Motor siegt die goldene Mitte

Mit zu wenig PS rutscht das Fahrzeug im Handumdrehen in die Rubrik der Anfängerfahrzeuge, die zwar punktuell von Großeltern oder Eltern mit einem Fahranfänger zuhause gesucht werden, aber nicht die breite Masse ansprechen. Ebenso uninteressant sind im Übrigen hoch motorisierte Fahrzeuge. Deswegen gilt: Die goldene Mitte ist das, was am meisten Anklang findet.

Abbildung 2: Der Motor des Fahrzeugs entscheidet darüber, wie schnell der Gebrauchte vermittelt werden kann. Untermotorisiert ist dabei ebenso schlecht wie zu viele PS unter der Haube. Ein gesundes Mittelmaß ist hingegen gefragt.

Zudem zeigt sich gerade bei der Wahl des Motors ein Trend, der in Richtung Hybrid-Fahrzeug tendiert. Da das Angebot noch vergleichsweise klein ist, ist die Nachfrage entsprechend groß. Dieselfahrzeuge sind aktuell zu wahren Ladenhütern geworden. Kein Wunder, steht ihre Fahrzukunft doch vielerorts in den Sternen, weil unklar ist, welche Städte Dieselfahrzeuge überhaupt noch passieren dürfen. Alle Fragen zum Fahrverbot für Dieselfahrzeuge beantwortet der ADAC online.

5.)   So steht er da: mit einem gewissen Alter und einem bestimmten Kilometerstand

Vor allem das Alter des Fahrzeugs hat einen entscheidenden Einfluss auf den Preis, der für einen Gebrauchten erzielt werden kann. Modell, Marke und Fahrzeugzustand sind mindestens ebenso wichtig wie das Alter des Fahrzeugs. Das einjährige Fahrzeug ist zwar noch vergleichsweise viel wert im Vergleich zum zehnjährigen Modell, doch mit Blick auf die Kosten, die das Fahrzeug zur Neuanschaffung gekostet hat, ist der Wertverlust vor allem im ersten Lebensjahr des Fahrzeugs enorm hoch. In Abhängigkeit vom Modell kann der Wertverlust bei bis zu einem Drittel des ursprünglichen Kaufpreises liegen.

Nicht minder wichtig ist auch, wie viel Strecke das Fahrzeug direkt auf der Straße zurückgelegt hat. Der Kilometerstand wird in aller Regel direkt in Verbindung mit dem Verschleiß und dem Zustand des Fahrzeugs gesetzt. Der Garagenwagen, der nur innerorts für wenige Kilometer wöchentlich bewegt wurde, kann folglich am besten verkauft werden.

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Bildquellen

Abbildung 1: pixabay.com © Alexas_Fotos (CC0 Public Domain)

Abbildung 2: pixabay.com © Toby_Parsons (CC0 Public Domain)