Hauptsache E. Das läuft neben dem Elektroauto noch elektrisch …

Das E-Auto scheint eine weniger große Fanbase zu haben, als ursprünglich erwartet. Heise online berichtet von rund 61.460 Anträgen, mit denen seit 2016 ein E-Auto-Förderantrag gestellt wurde. Rund 40.000 Antragsteller erhielten die beantragte Kaufprämie in Höhe von 4.000 Euro. Allerdings wurden auch über 5.000 Anträge abgelehnt. Damit gibt es beim Förderprogramm noch reichlich Luft. Luftig wird es meist auch für all jene, die auf eine andere Form von „E“ setzen. Welche Elektro-Produkte sonst noch am Markt kursieren, verrät die folgende Übersicht.

Abbildung 1: Der Hype auf Elektroautos bleibt trotz Prämienmodell aus. Etwa mehr als 60.000 Anträge wurden seit dem Jahr 2016 gestellt. 40.000 Antragsteller erhielten die Prämie.

E-Bikes. Der Drahtesel mit Antrieb

In der Anfangsphase galten E-Bikes als Seniorenvariante des Drahtesels. Der Grund: E-Bikes haben einen Motor, der während des Tretens mitläuft. An dieser Stelle muss vor allem auf die Bezeichnung geachtet werden: Während beim E-Bike der Motor einspringt, geht es beim sogenannten Pedelec nicht ganz ohne Muskelkraft. Hierbei unterstützt das motorisierte Fahrrad die eigene Tretkraft und verstärkt sie dadurch. Nutznießer dieser Technik sind allerdings bei Weitem nicht nur Senioren, sondern auch all jene, die aufgrund einer körperlichen Einschränkung weniger leistungsfähig sind. Auch längere Strecken lassen sich mit dem eingebauten Motor und weniger Kondition bezwingen. Bezüglich der Auswahlkriterien gilt ähnliches wie beim Fahrradkauf: Rahmen, Lenker und Sattel müssen passen.

Abbildung 2: Zwischen dem E-Bike und dem Pedelec besteht ein Unterschied mit Blick auf die Funktionen. Beim Pedelec ist zusätzlich Muskelkraft erforderlich.

E-Klappräder. Die erste Wahl für Pendler

Wer sich dafür entschieden hat, nicht mehr das eigene Auto für die Fahrt zur Arbeit zu nutzen, sondern ein Dasein als Pendler zu führen, wird schnell Fan der E-Bike-Klappvariante. Diese ermöglicht einen komfortablen Weg zum öffentlichen Nahverkehr und einen einfachen Transport in Zug, Bus oder Bahn, denn das E-Klapprad lässt sich schnell klein und kompakt schultern. Natürlich sind nicht nur Pendler die Interessenten der E-Klappräder. Auch Camper, die wenig Platz haben, nutzen die praktische Klappvariante.

Abbildung 3: Klappbare E-Bikes sind besonders bei Pendlern beliebt. Sie können ihr Fahrrad schnell zusammenfalten und in Bus oder Bahn direkt mitnehmen.

E-Roller / E-Scooter. Die günstige Zweirad-Alternative zum E-Auto

Der Roller (ganz ohne E) wird schon lange als günstige (Sommer-)Alternative zum Auto gehandelt. Von Vorteil ist das wendige Gefährt vor allem für jene, die nur kurze Strecken zurücklegen müssen. Die umweltfreundliche Alternative des Rollers ist die E-Variante. Die Preisspannen sind vergleichsweise groß, was sich jedoch mit einem Blick auf die Einzelkriterien meist schnell erklären lässt. Die Mini-Variante stellen sogenannte Razer dar. Zudem gibt es den E-Roller in der Klapp-Variante, mit 3.000 Watt und mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern.

Abbildung 4: Für viele hat der Roller (oftmals der sogenannte Vesparoller) Kult-Status. Wer beim Kauf auf ein Elektro-Modell setzt, denkt auch an die Umwelt.

E-Trike. Das Komfort-Modell für kurze Strecken

Zugeben, das E-Trike hat mit dem Motorrad-Trike nur wenig gemein. Die Bezeichnung E-Trike wird nämlich vor allem für motorisierte, dreirädrige Kleinroller verwendet. Nutznießer und damit auch die Hauptnutzergruppe sind ältere Menschen, die sich vor allem für Kurzstrecken einen motorisierten Untersatz wünschen. Mit einem Auto am Straßenverkehr teilzunehmen, wäre zu anstrengend. Sich auf ein Fahrrad zu schwingen, ist mit zunehmendem Alter und abnehmendem Gleichgewichtssinn ebenfalls immer schwieriger.

Hoverboards. Raumwunder, die beherrscht werden müssen

Hoverboards sind abgewandelte Segways ohne Handhalterung. Allein durch die Verlagerung des Körpergewichts wird das Hoverboard gesteuert, was auch einiges an Training im Vorfeld erfordert. Hoverboards sind sehr speziell und keineswegs mit den anderen E-Rollerarten zu vergleichen.

Abbildung 5: So oder so ähnlich sehen sogenannte Hoverboards aus, die allerdings nur mit etwas Geschick auch zur Fortbewegung taugen.

Diese Gründe sprechen für einen E-Antrieb

Ganz egal, ob das Auto mit Strom betrieben wird oder das E-Bike oder der E-Roller. Die Vorteile der Elektromobilität bleiben dabei stets gleich. Das ElektroFahrzeug-Institut nennt diese Vorteile:

  • Da viele unterschiedliche Energiequellen die Versorgung mit Strom gewährleisten, sorgt das für eine Unabhängigkeit vom Markt und von der knappen Ressource Erdöl. Eine Auswirkung insofern, dass der Stromverbrauch stark angestiegen ist, lässt sich seit der Umstellung auf E-Fortbewegung nicht aufzeigen.
  • Die Gesundheitsschäden, die auf ein Übermaß an Abgasen zurückzuführen sind, würden sich deutlich verringern, wenn mehrheitlich auf E-Antriebe gesetzt würde.
  • Ein Elektroantrieb ermöglicht eine energieeffiziente Fortbewegungsart. Im Vergleich zum Antrieb mit einer herkömmlichen Kraftstoffart liegt das Einsparpotential bei etwa 33 Prozent. So lassen sich auch die teilweise höheren Anschaffungskosten rechtfertigen.
  • Ein Elektroantrieb ist deutlich leiser, was sich positiv auf das Gemüt der Verkehrsteilnehmer auswirken kann.
  • Im Vergleich zum Antrieb mit Benzin wird die CO2-Emission verringert. Nur die Emissionen, die bei der Stromerzeugung und bei der Herstellung des Fortbewegungsmittels auftreten, sind in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen.

Abbildung 1: pixabay.com © stux (CC0 Public Domain)

Abbildung 2: pixabay.com © fbenedict (CC0 Public Domain)

Abbildung 3: pixabay.com © slikviditet (CC0 Public Domain)

Abbildung 4: pixabay.com © fjaka (CC0 Public Domain)

Abbildung 5: pixabay.com © Airwheel (CC0 Public Domain)

Quellen und zusätzliche Informationen: