Blitzeranhänger – der neue Superpolizist

Wer künftig diesen Schockmoment hat, ist vielleicht in die neueste Geheimwaffe gegen Raser geraten. Den Blitzanhänger.

 Naturgemäß machen es schon die bekannten mobilen Blitzer nicht gerade einfach, sie zu lokalisieren – denn häufig braucht es erst einmal einen Autofahrer, der dort hineingerät, geblitzt wird und Medien davon Bescheid gibt. Doch haben diese Blitzer, wie sie entweder im Gebüsch oder in Behördenfahrzeugen lauern, auch etwas Positives: Nach spätestens einigen Stunden wird abgebaut, der Blitzer verlegt. Doch genau das könnte sich sehr bald ändern. Möglich macht das ein neues Blitzersystem, das unter anderem bereits im Raum Hannover zum Einsatz kommt.

Der blitzende Tarnkappenbomber

Nein, man würde als autofahrender Otto Normalverbraucher sicherlich nicht auf den ersten Blick vermuten, dass das, was das Wiesbadener Unternehmen Vitronic da kreiert hat, zum Erfassen von Temposündern gebaut wurde. Der Enforcement Trailer, so der Verkaufsname, ähnelt viel eher einem eckigen Zelt. Sci-Fi-Fans würden es vielleicht als Rettungskapsel eines Raumschiffs identifizieren.

Konventionelle Fahrzeugblitzer sind zwar auch Hightech, der Trailer hat ihnen jedoch voraus, das er auch ohne Bedienmannschaft funktioniert.

Doch was unter der geometrisch komplexen Außenhaut steckt, hat Methode und wird bald dazu führen, dass die schon jetzt extrem hohen Einnahmen der Kommunen durch Blitzer (Göttingen beispielsweise 8,4 Mio. Euro in 2016) noch weiter steigen werden.

Tarnen und täuschen

Denn zum einen handelt es sich dabei tatsächlich erst einmal um eine optische Tarnung. Die meisten Autofahrer haben zumindest eine ungefähre Vorstellung davon, wie ein ortsfester oder ein mobiler Blitzer aussieht. Und wenn man am Fahrbahnrand Uniformierte stehen sieht, geht man als Routinier am Steuer ja sowieso vom Gas. Serienmäßig kommt der Enforcement Trailer daher in einem unauffälligen Grau, das vor dem Hintergrund des Beton-Umfeldes vieler Straßen sowieso verschwindet. Zudem aber sind bei den neuen Hightech-Blitzern auch keine Räder zu sehen – kein Hinweis darauf, dass hier irgendwas mobil sein könnte.

Nachdem auch in Regionen, wie etwa vor kurzem in Bad Bentheim immer wieder „normale“ Blitzer das Ziel von Vandalen werden, welche den mehrere Zehntausend Euro teuren Geräten mit Spraydosen, Baseballschlägern zu Leibe rücken oder sie sogar in die Luft sprengen, hat die Außenhaut des Enforcement Trailers auch noch eine andere Funktion: Sie ist gepanzert. Und zwar nicht nur gegen Tritte und Schläge, sondern nach Aussage des Herstellers sogar gegen Schüsse aus Handfeuerwaffen.

Auftauchen und zuschlagen

Wie der Name Trailer schon verrät, handelt es sich um einen Anhänger. Das Standard-Einsatzprofil des Superblitzers sieht so aus, dass er von praktisch jedem Fahrzeug bewegt werden kann, das über eine handelsübliche Anhängerkupplung verfügt. Damit sollen die Trailer vor allem erst einmal an Unfallschwerpunkten zum Einsatz kommen, denn auch für sie gelten gewisse Aufstellregeln wie in Niedersachsen – in anderen Bundesländern gibt es wesentlich weniger Regularien und geblitzt werden darf praktisch überall.

Ein Bediener, zehn Minuten

Vor Ort haben es die Bediener dann wesentlich einfacher als bei vorherigen Blitzer-Generationen. Es muss nichts durch die Gegend gewuchtet werden, sondern der Enforcement Trailer wird einfach abgekuppelt. Durch den Eigenantrieb seiner Räder kann der Beamte (das Gerät wurde konsequent auf Einmannbedienung hin entwickelt) ihn nun per Fernsteuerung bequem in die Endposition fahren und genau auf den Verkehr ausrichten.

Ortsfeste Blitzer haben es vor allem im ländlichen Bereich schwer: Sehr oft schlagen hier Vandalen zu und demolieren die Geräte.

Einen weiteren Knopfdruck später fährt der Anhänger so herab, dass seine gepanzerte Hülle über die Räder und die Anhängerkupplung gestülpt wird. Damit wollte der Hersteller vor allem verhindern, dass Unbefugte einfach heranfahren, ankuppeln und auf Nimmerwiedersehen mit dem rund 150.000 Euro teuren Stück Hightech verschwinden. Aber dieses Absenken erhöht eben auch den Tarnungsgrad, vor allem, wenn das auch bei diesem Hänger vorgeschriebene Kennzeichen noch abmontiert wird.

Einmal scharf geschaltet, und zwischen Anfahrt und diesem Zeitpunkt vergehen höchstens zehn Minuten, ähnelt nicht nur die Optik, sondern auch das Verhalten des Enforcement Trailers einem computergesteuerten Kampfroboter aus dem Weltraum-Film. Denn seinen Job verrichtet das Gerät vollkommen autonom und ohne Zutun von außen.

Langer Atem & flexibel

Die integrierten Batterien reichen für fünf Tage Dauereinsatz und lassen sich im Bedarfsfall binnen Minuten gegen frische austauschen. Fair ist der Blitzer auch noch, denn es lässt sich mit der Opportunitätstoleranz auch noch ein Schwellwert einprogrammieren, der die normalen Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen außer Kraft setzt:  So können die Bediener dem Enforcement Trailer beispielsweise in einer 30er Zone sagen, dass er erst ab 40km/h auslösen soll, also wirklich nur gröbere Verstöße registriert werden. Statt den 15 Euro Bußgeld, mit denen man normalerweise dann innerorts rechnen müsste, kommt man völlig straffrei davon. Doch natürlich geht es auch anders herum, sodass das Gerät jede unerlaubte Übertretung gnadenlos protokolliert.

Demolieren zwecklos

Apropos Gnadenlos: Selbst wenn man die Außenhaut des Anhängers knacken könnte, nachdem man geblitzt wurde, hätte das keine Auswirkungen auf den Brief, den man von der Behörde bekommt. Alle Überschreitungen werden sofort nach dem Auslösen mit Foto und sämtlichen relevanten Messdaten per Modem weitergeleitet. Selbst wenn man den Hänger in Flammen aufgehen ließe, was im Mai offenbar bei Speyer gelang, wären die Daten trotzdem schon bei den Behörden. Das gleiche Gerät erlaubt es zudem auch, dem Trailer aus der Ferne neue Kenndaten aufzuspielen. Die Elektronik lässt sich obendrein auch beliebig für Uhrzeiten programmieren um zum Beispiel nur zu Stoßzeiten zu blitzen oder Nachtfahrverbote zu kontrollieren. Außerdem befindet sich im Inneren auch eine Alarmanlage, die sofort meldet, wenn sich einer am Trailer zu schaffen macht.

Laser über alle Spuren

Tatsächlich könnte man bei so viel Hightech erwarten, dass der Tarnkappen-Blitzer gar nicht mehr im herkömmlichen Sinne blitzt. Doch das tut er. Denn obwohl es die Möglichkeit gibt, per Infrarot zu blitzen, also Licht in einem, für das Auge unsichtbaren Frequenzspektrum zu verwenden, kommt diese Technik bislang meist nur in Tunneln zum Einsatz, um Unfälle durch den ablenkenden Blitz zu vermeiden.

Moderne mobile Blitzer arbeiten zwar auch nach dem LIDAR-Prinzip, müssen aber erst extrem umständlich aufgestellt und kalibriert werden.

Der rote Blitz ist jedoch das Einzige, was der Anhänger mit seinen analogen Vorgängern gemein hat. Denn wie er misst, mutet ebenfalls ziemlich nach Science-Fiction an und hat mit der alten Radarmessung keine Schnittpunkte mehr. LIDAR nennt sich das Arbeitsprinzip, die Abkürzung für Light Detection And Ranging. Zu Deutsch:  Lichtortung und -abstandsmessung.

Verstecken auf der Überholspur hat hier keinen Sinn, denn der Trailer überwacht bis zu vier Spuren gleichzeitig. Auf alle davon sind mehrere pulsierende, unsichtbare und für das Auge unschädliche Laserstrahlen gerichtet, die von herannahenden Autos reflektiert werden. Die Elektronik misst, wie lange ein solcher Laserstrahl von Aussenden bis zum Reflektieren benötigt. Je näher ein herannahender Wagen kommt und je schneller er fährt, desto kürzer wird diese Zeit. Mehrere hundertmal pro Sekunde pulsieren die Laser und machen so eine extrem genaue Messung der Geschwindigkeit möglich.

Die gleiche Technik trägt daneben auch ihren Teil dazu bei, dass es praktisch keine „Gedenksekunde“ mehr zwischen mehreren Auslösungen gibt. Solange ein Auto samt Kennzeichen und Fahrer sichtbar ist, löst die Elektronik des Trailers aus. Ein „Überladen“ des Systems durch zu viele aufeinanderfolgende Raser ist praktisch unmöglich. Die einzige Möglichkeit, den Enforcement Trailer auszutricksen, ist tatsächlich das Anpassen an die jeweils gültige Höchstgeschwindigkeit.

Weiterführende Links:

http://www.ndr.de/nachrichten/…

https://www.gn-online.de/bentheim/gildehaus-unbekannte-fackeln-blitzer-ab-204097.html

https://www.vitronic.de/fileadmin/…

https://www.antenne.com/…

http://www.radarfalle.de/recht/…

https://www.bussgeldkatalog-mpu.de/bussgeld/bussgeldkatalog/…

http://www.autozeitung.de/blitzer-tempokontrolle-methoden-132691.html

http://www.htw-mechlab.de/index.php/fachvortrag-umfeldsensorik-mit-dem-lidar-vor-und-nachteile-ggu-radar/

Bildquellen:

1) fotolia.com © goldencow_images

2) fotolia.com © Sven Grundmann

3) fotolia.com © animaflora

4) fotolia.com © Sven Grundmann

Ratgeber zu Motoröl – alles, was Sie wissen sollten

Der Motor muss immer über eine genügende Schmierung verfügen, da es sonst zu einem vorzeitigen Verschleiß oder zu einer Überhitzung kommen kann. Das Motoröl sorgt hierbei dafür, dass die Reibung der Bauteile im Motor, beispielsweise Zylinder, Kolben und Ventile, minimiert wird. Wenn kein Öl verwendet wird, reiben die einzelnen Komponenten während des Betriebs aneinander, wodurch sie beschädigt werden können. Um dies zu verhindern, ist Öl erforderlich. Im folgenden Ratgeber erfahren Sie alles Wissenswerte rund um das Motoröl.

Welche Funktionen hat das Motoröl?

Das Motoröl erfüllt zahlreiche Aufgaben: Motoren bestehen aus vielen beweglichen Teilen, die ständig aneinander reiben. Die wichtigste Aufgabe des Öls ist die Schmierung, um die mechanische Reibung an den Teilen zu verringern. Der Motor wird somit vor Schäden und einem Verschleiß bewahrt. Zudem ist das Motoröl für die Kühlung der wärmebeanspruchten Teile zuständig, an welche das Kühlmittel nicht herankommt, zum Beispiel der Kolben. Des Weiteren dient es der Feinabdichtung zwischen dem Kolben, den Kolbenringen und Zylinderlaufflächen. Das Motoröl schützt zudem vor Korrosion und sorgt für die Reinigung des Motors, da es Ablagerungen löst und deren Neubildung verhindert. Das Öl kann außerdem den Verbrauch des Kraftstoffs und die damit verbundene Schadstoffemission eindämmen.

Die wichtigsten Vorteile des Motoröls im Überblick:

– Schmieren und gleichzeitiges Kühlen von wichtigen Motorteilen
– Abdichtung von Kolben und Zylinder
– Motorreinigung
– Korrosionsschutz

Passendes Motoröl für Sommer und Winter

Schmieren, kühlen und reinigen – das Motoröl übernimmt viele wichtige Funktionen im Motor. Im Winter sollte das Öl möglichst flüssig sein, damit es schnell an die einzelnen zu ölenden Teile gelangt. Im Sommer wiederum ist es einer großen Hitze ausgesetzt, so dass der Ölfilm aufrechterhalten werden muss. Selbst, wenn es noch so heiß ist, darf er nicht reißen. Sommeröle sind dickflüssiger, denn die warmen Temperaturen sorgen für eine entsprechende Viskosität. Ein Motor muss unter sämtlichen Bedingungen ausreichend geschmiert bleiben. Die große Variantenvielfalt der verschiedenen Motoröle sorgt häufig für Verwirrung. Doch es ist wichtig, das passende Motoröl für die individuellen Zwecke auszuwählen. Daher wird zwischen Sommer-, Winter- und Mehrbereichsölen unterschieden. Mehrbereichsöle können Sie ganzjährig verwenden. Motoröle sind in SAE-Viskositätsklassen unterteilt. Die Viskosität beschreibt die Schmiereigenschaften unter verschiedenen Bedingungen. Bei einer kleinen SAE-Zahl ist das Motoröl dünnflüssiger und besser fließfähig.

Welches Motoröl passt für welches Auto?

Um herauszufinden, welches Motoröl für welchen Hersteller geeignet ist, spielen Angaben zur Fahrzeugmarke und zum Modell eine wichtige Rolle. Die Hersteller-Schlüsselnummer und Typ-Schlüsselnummer liefern die erforderlichen Informationen. Diese sind dem Fahrzeugschein zu entnehmen. Die Herstellerfreigabe sagt aus, welche Ölqualität der Hersteller des Autos fordert. Zwei Spezifikationen sind weit verbreitet: amerikanische API und europäische ACEA. Gleichen Sie die Empfehlung des Herstellers mit denen der Motorölhersteller ab und wählen Sie anhand dessen ein gut geeignetes Motoröl. Damit sichern Sie sich auch gegen einen eventuellen Garantieverlust ab.

Motoröl regelmäßig wechseln

Zu beachten ist nicht nur die passende Auswahl eines geeigneten Motoröls, sondern auch die Angaben, nach wie vielen Kilometern Fahrleistung das Motoröl gewechselt werden sollte, spielen eine wichtige Rolle. Dadurch stellen Sie sicher, dass die volle Funktionsweise gewährleistet ist. Bestenfalls geschieht dies nach jeglichen Wartungsarbeiten. Der Motor sollte vor dem Wechsel warm gefahren werden und die Wassertemperatur bei etwa 80 Grad liegen. Prüfen Sie den Ölstand Ihres Fahrzeugs in regelmäßigen Abständen, wobei er bei modernen Fahrzeugen meist automatisch überwacht wird.

Fazit

Dies waren die wichtigsten Informationen rund um das Motoröl. Moderne Öle bestehen aus unterschiedlichen Basisölen oder Mischungen. Zusätzlich werden Additive eingesetzt. Nur eine ausgewogene Formulierung lässt ein leistungsstarkes Motoröl entstehen. Damit Sie keine Garantieansprüche verlieren, sollten Sie die Auswahl des Motoröls ganz bewusst vornehmen. Die Angaben im Servicescheckheft sollten mit denen des Ölbehälters übereinstimmen.

Weiterführende Links:

https://www.adac.de/_mmm/…

https://www.autodoc.de/info/motorol-dinge-die-man-dem-etikett-entnehmen-kann

https://de.wikipedia.org/wiki/Motor…

Bildquelle:

Pixabay.com, © Vacho (CC0-Lizenz)

Auto günstig finanzieren: Das sollten Sie beachten

Deutschland ist ein Autoland. Die Anschaffung eines neuen Autos ist jedoch für die meisten Haushalte nicht ohne eine Finanzierung möglich. Rund 75% der Autokäufe sind auf den Abschluss einer Finanzierung zurückzuführen.

Die passende Finanzierung finden

Für Verbraucher, die tatsächlich an dem Erwerb eines Autos und nicht an einem Leasingangebot interessiert sind, bietet sich die Aufnahme eines Autokredits an. Dieser kann entweder über den Händler oder ein unabhängiges Kreditinstitut aufgenommen werden. Um den passenden Kredit zu finden, bietet sich die Nutzung eines Kreditvergleichsportals an. Hier werden verschiedene Angebote unterschiedlicher Banken angezeigt, so dass der Verbraucher ganz bequem den besten Autokredit auswählen kann. Die Zeit für eine lästige Suche nach den günstigsten Finanzierungen und umständliches Vergleichen entfällt somit.

Vorteil von Direktbanken

In der Regel können Direktbanken einen Kredit günstiger anbieten als Filialbanken. Dies hängt einerseits damit zusammen, dass Direktbanken aufgrund des nicht vorhandenen Filialnetzes Kosten gegenüber den Hausbanken einsparen. Andererseits herrscht zwischen den Direktbanken ein größerer Wettbewerbsdruck, der das Angebot niedrigerer Zinsen erfordert. Zum Teil bieten sogar einzelne Banken in Kooperation mit Vergleichsportalen spezielle Exklusiv-Zinsen für Kredite oder andere Sparaktionen an.

Von der Autofinanzierung profitieren

Verbraucher sollten bei dem Vergleich der Finanzierungen für das Auto stets einen gesonderten Blick auf die Kreditkonditionen werfen. In der Vergangenheit konnte beispielsweise von 0%-Finanzierungen profitiert werden, die nicht an einen bestimmten Verwendungszweck gebunden waren und entsprechend für den Autokauf oder andere anfallende Investitionen genutzt werden konnten. Aktuell vermittelt das Kreditvergleichsportal smava einen sogenannten Negativzins-Kredit. Mit einem effektiven Jahreszins von -0,45 muss ein Kreditnehmer, weniger Geld zurückzahlen, als er insgesamt geliehen hat. Da der Kredit mit Minuszinsen auf eine Kreditsumme von 1.000 Euro gedeckelt ist, kann der Kredit nicht für die Finanzierung eines Neuwagens genutzt werden. Jedoch lässt sich beispielsweise eine Anzahlung tätigen, ein kleines gebrauchtes Auto kaufen oder eine notwendige Reparatur durchführen.

Weiterführende Links:

https://www.avd.de/gebrauchtwagen/teil-4-finanzielle-fragen/barkauf-leasing-finanzierung/

https://www.smava.de/kredit/

http://www.spiegel.de/auto/fahrkultur/…

Bildquelle:

Pixabay.com, © andreas160578 (CC0-Lizenz)