Alufelgen vs. Stahlfelgen – Unterschiede im Überblick

Das Thema Reifen und Felgen hat schon zu so manchen erhitzten Gemütern zwischen Autofahrern geführt. Die einen schwören auf Alufelgen und würden gar nicht erst auf die Idee kommen, ihr Auto mit Stahl zu verunstalten. Die anderen winken bei Alufelgen dankend ab und hübschen die Optik des Wagens lieber mit Radkappen auf. Aber warum sind die Felgen immer wieder ein Streitthema und worin unterscheiden sich die Stahl- und Alufelgen überhaupt voneinander? Gibt es vielleicht wirklich nur noch optische Unterschiede oder hat die alte Stahlfelge wirklich ausgesorgt? Dieser Artikel geht den Fragen auf den Grund.

Abbildung 1: Alufelge oder Stahlfelge – diese Frage ist für viele Autofahrer sicherlich interessant.

Stahlfelgen – Vor- und Nachteile im Überblick

Der Name verrät’s: Stahlfelgen bestehen aus Stahl. Sie werden aus gewalzten Stahlblechen hergestellt. Dabei hat die Felge zwei Teile, die fest miteinander verschweißt sind. Der innere Teil, der gerne mit Radkappen abgedeckt wird, ist die Radschüssel. Der äußere Kranz die eigentliche Felge. Und welche Vorteile hat diese Felgenart?

  • Robustheit – Stahlfelgen sind wesentlich robuster als ihre Konkurrenz aus Aluminium. Der Stahl ist so stabil, dass die Felge auch bei näherer und härterer Bekanntschaft mit Bordsteinen keinen oder nur kleine Schäden erleidet, zudem können kleinere Schäden oft ausgebessert werden.
  • Haltbarkeit – mit der Robustheit geht natürlich die Haltbarkeit einher. Sie ist länger, gerade, wenn der Wagen oft bei Eis und Schnee gefahren wird. Das Streusalz greift den Stahl weniger an. Zwar können Stahlfelgen rosten, doch ist die Haltbarkeit durch den Rost erst im sehr vorangeschrittenen Stadium eingeschränkt.
  • Kosten – im Vergleich mit Alufelgen sind Stahlfelgen oft günstiger in der Anschaffung.

Die Nachteile der Stahlfelge beschränken sich in erster Linie auf die Optik. Da die Felge nicht gegossen wird, wirkt sie allgemein gröber und weniger filigran. Mit Radkappen lässt sich das Problem jedoch recht gut kaschieren. Der Spruch, dass Stahlfelgen schwer und somit schlechter sind, trifft heute übrigens nicht mehr unbedingt zu. Hochwertige Stahlfelgen werden aus dünnen Stahlblechen gefertigt, ohne dass die Qualität und Robustheit leidet.

Alufelgen – Vor- und Nachteile im Überblick

Die Alufelge wird aus Aluminium in einem Stück gegossen. Da hierzu eine Gussform genutzt wird, können die einzelnen Streben sehr filigran und optisch ansprechend gefertigt werden. Nach der Aushärtung wird die Felge mit einem speziellen Lack versehen, wodurch sie ihr glänzendes Aussehen erhält. Die Vorteile:

  • Optik – unbestritten, Alufelgen sind optisch schöner und machen etwas her.
  • Auswahl – da Alufelgen gegossen werden, gibt es unzählige Designs, aus denen Fahrer auswählen können.

Allerdings kommt die Optik sprichwörtlich zu einem Preis – und hiermit ist nicht nur der höhere Kaufpreis gemeint:

  • Haltbarkeit – Aluminium ist wesentlich weicher als Stahl, wodurch die Felge angreifbar wird. Ein harter Aufprall am Bordstein kann schon dazu führen, dass sich die Felge verzieht, oder sich am äußeren Rand ein Stück Aluminium ablöst oder verformt.
  • Pflege – Alufelgen müssen gepflegt werden. Gerade im Winter greift das Streusalz den Lack an und kann die Felge deutlich schädigen. Es gibt aber mittlerweile spezielle für den Winter geeignete Alufelgen, die besonders robust gegen Salze sind. Preislich liegen diese Modelle aber deutlich über den gewöhnlichen Alufelgen.

Für wen sind welche Felgen geeignet?

Tatsächlich ändert die Art der Felge wenig am Fahrverhalten des Autos. Hier spielt die Wahl des Reifens eine wesentlich größere Rolle. Die Größen der gewählten Felgen müssen zum Auto passen und den Angaben im Fahrzeugschein entsprechen. Denn obgleich besonders große Felgen das Auto optisch aufwerten, kann es geschehen, dass die Betriebserlaubnis erlischt, wenn der Reifen über die Karosserie hinausragt. Größtenteils ist die Wahl der Felge eine reine Geschmackssache, wenn es auch einige Tipps gibt:

  • Fahrtwege – wer viel auf schlechten Straßen mit Löchern, Rissen oder schlechten Reparaturen fährt, sollte sich an Stahlfelgen halten. Das Material hält Stöße schlichtweg besser aus und Schäden können höchstens an den Radkappen entstehen.
  • Fahrzeug – für ältere Fahrzeuge reichen Stahlfelgen ebenfalls oft aus. Wer hingegen ein hochwertiges Auto oder einen Neuwagen fährt, erhält Alufelgen oftmals bereits mit dazu. Hier lohnt es sich natürlich nicht, auf eine andere Felge umzusteigen.

Ein guter Kompromiss ist übrigens der Wechsel der Felgen mit den Reifen. Im Sommer eignen sich Alufelgen grundsätzlich mehr, zudem ist der Reinigungsaufwand in den Sommermonaten geringer. Steht der Wechsel auf die Winterreifen an, werden nun auch die Felgen auf Stahlfelgen gewechselt. Sie sind robuster gegenüber dem Streusalz und müssen nicht so oft gereinigt werden. Da die Straßen im Winter durch Regen und Schnee ohnehin recht schmutzig sind, schaden Stahlfelgen der Optik des Wagens auch weniger.

Wer sich grundsätzlich auf Alufelgen festlegt, sollte folgende Punkte beachten:

  • Kontrolle – es geschieht schnell, dass ein Bordstein mitgenommen wird oder die Felge bei der Durchfahrt eines Schlaglochs mit dem Asphalt kollidiert. Nun muss die Felge kontrolliert werden, um sicherzustellen, dass sie sich nicht verzogen hat oder dass sich kein Aluminium in Richtung des Reifens geschoben hat. Schäden an der Felge können sonst dazu führen, dass der Reifen beschädigt wird.
  • Pflege – im Winter sollte die Felge regelmäßig gereinigt werden, damit das Streusalz den Lack nicht angreift. Es gibt spezielle Pflegeprodukte, die eine Schutzschicht auf die Felge legen und verhindern, dass das Salz Schäden verursacht.
  • Reiniger wählen – der Felgenreiniger muss sich für die Art der Felge eignen. Es gibt Mittel auf Säurebasis, die den Klarlack der Felge angreifen. Der Reiniger wird übrigens erst genutzt, wenn der gröbste Schmutz mit dem Wasserschlauch oder dem Hochdruckreiniger entfernt ist. Ansonsten können beim Putzen Kratzer entstehen.
  • Versiegeln – nach dem Reinigen der Felge wird ein Wachsschutz aufgebracht, der sie allgemein schützt und Feuchtigkeit abperlen lässt.
Abbildung 2: Neuwagen werden immer häufiger mit Alufelgen ausgestattet.

Fazit – die Unterschiede in der Optik

Den größten Unterschied zwischen den beiden Felgentypen macht die Optik aus. Hier können Autofahrer bei Stahlfelgen mit Radkappen nachhelfen. Durch neue Fertigungsverfahren sind Stahlfelgen oft nicht mehr schwerer – oder sogar leichter – als Alufelgen. Das Argument, dass sich das Fahrverhalten oder der Spritverbrauch durch das zusätzliche Gewicht verändert, gilt daher nicht mehr.

Weiterführende Links:

http://www.auto-reise-welt.de/stahlfelgen-oder-alufelgen-ein-vergleich.htm

https://www.oponeo.de/alufelgen

http://www.kfz-informationen.de/alufelgen-reinigen-so-werden-die-felgen-beim-kfz-wieder-sauber/

Bildquellen:

Abbildung 1: @ peterscode (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Abbildung 2: @ webandi (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Die richtige Kfz-Versicherung für Ihr Auto

Ein Auto zu kaufen ist schon teuer genug – da müssen nicht auch noch Kosten für etwaige Unfallschäden hinzukommen. Der Abschluss einer guten Versicherung ist deswegen wichtig und auch notwendig, um im Falle eines Unfalls abgesichert zu sein. Im Folgenden erhalten Sie einige Tipps und Wissenswertes, mit dem Sie die richtige Versicherung für sich finden. Es ist sinnvoll, regelmäßig zu vergleichen, ob sich ein Wechsel lohnt.

Die Haftpflichtversicherung

Jeder Fahrzeugbesitzer in Deutschland muss mindestens über eine Haftpflichtversicherung verfügen. Diese muss bei der Zulassung nachgewiesen werden. Alle weiteren Versicherungen sind hingegen freiwillig.

Die Haftpflichtversicherung funktioniert wie folgt:
Wenn Sie dem Fahrzeug eines anderen Fahrers oder gar dem Fahrer selbst Schaden zugefügt haben, kommt Ihre Versicherung für den Schaden auf. Die Mindestdeckungssumme liegt für Personenschäden bei 7,5 Millionen Euro, für Sachschäden bei 1,12 Millionen Euro und für Vermögensschäden bei 50.000 Euro. Wenn jedoch mehrere Personen gleichzeitig zu Schaden kommen, ist die relativ niedrige Deckungssumme schnell erreicht, sodass eine Deckungshöhe von 100 Millionen Euro ratsam sein kann. Die Haftpflicht zahlt für Abschleppkosten, Reparatur, Mietwagen oder Schäden an Gebäuden. Bei Personenschäden übernimmt sie Heilkosten, Schmerzensgeld, Verdienstausfall und im schlimmsten Fall auch eine lebenslange Rente.

Voll- und Teilkaskoversicherung

Ein Schaden am eigenen Auto wird mit einer Teil- oder Vollkaskoversicherung gedeckt.

Die Teilkasko zahlt bei:

  1. Diebstahl
  2. Brand, Explosion
  3. Glasbruch
  4. durch Marderbiss verursachte Schäden
  5. Schäden durch Rehunfälle
  6. Sturm, Blitzschlag, Hagel, Überschwemmung

→ Im Gegensatz zu der Teilkaskoversicherung deckt die Vollkaskoversicherung zusätzlich noch Schäden am eigenen Auto durch Selbstverschuldung und beispielsweise durch Vandalismus ab.

Bei älteren Autos bietet es sich eher an, auf eine Teil- oder Vollkaskoversicherung zu verzichten, da die möglichen Kosten durch oben genannte Schäden meist deutlich niedriger ausfallen.

Individuelles Schadensrisiko

Um das individuelle Schadensrisiko eines Fahrers ausfindig zu machen, erstellen die Versicherungen zunächst ein Risikoprofil. Fahranfänger beispielsweise stellen hierbei eine teurere Gruppe dar, da sie noch unerfahren sind und Statistiken zufolge häufiger in Unfälle verwickelt sind. Sie zahlen daher einen Aufschlag.

Tipps zur Kfz-Versicherung

Mit einigen Tipps kommt man ganz schnell an eine günstige Kfz-Versicherung. Dabei ist bei Vertragsschluss zu achten, dass ggf. eine Selbstbeteiligung abgeschlossen wird, womit Sie sich bereit erklären, kleinere Schäden am Auto selbst zu zahlen. Das spart der Versicherung zunächst Kosten, was mit einem teils deutlichen Beitragsrabatt honoriert wird. Weiterhin ist zu beachten, dass der Fahrerkreis klein gehalten wird. Ehepartner und Partner sind zwar in der Regel mitversichert. Doch je größer der Fahrerkreis wird, desto teurer wird die Versicherung. Der Kauf des Autos entscheidet auch oft über die Beitragshöhe der Versicherung, da Autos mit höherem Wert eine teurere Typklasse besitzen. Deswegen lohnt es sich, die Beiträge für verschiedene Automodelle vor dem Kauf eines Fahrzeuges zu vergleichen. Den Beitrag jährlich zu bezahlen, anstatt viertel- oder halbjährlich, ist ebenso in der Regel günstiger. Die Nutzung dieser Zahlweise spart nach einer Studie im Schnitt mehr als 8 Prozent ein. Am teuersten wird es meistens, wenn man die KFZ Versicherung monatlich bezahlt.

Weitere Kosten können durch sorgfältiges Einschätzen der Fahrleistung gespart werden – wer beispielsweise 25.000 km jährlich fährt, zahlt im Schnitt etwa 28 Prozent mehr als jemand, der nur 10.000 km mit dem Auto zurücklegt. Viele Versicherte haben deutlich höhere Fahrleistungen als nötig vereinbart und verzichten auf eine entsprechende Ersparnis.

Teilweise kann außerdem, je nach Versicherung, durch eine vereinbarte Werkstattbindung eine Ersparnis möglich sein.

https://www.rv24.de/online/kfz-versicherung/autoversicherung/…

http://www.finanztip.de/kfz-versicherung/fahranfaenger/

http://www.gdv.de/zahlen-fakten/kfz-versicherung/

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