Das E-Auto-Paket – Prämien für Elektroautos

Die Geschichte des Elektroautos reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Mutmaßlich 1888 baute die Firma Maschinenfabrik A. Flocken den ersten elektrisch angetriebenen Personenkraftwagen. Mit dem Siegeszug des Verbrennungsmotors verfiel das Elektroauto in einen über 100 Jahre Dornröschenschlaf. Mit der neuen Förderrichtlinie zur Umsetzung der Kaufprämie für Elektrofahrzeuge soll sich das ändern.

electric-car-734573_1280
Wie kann man das Elektroauto finanzieren?

Ein Elektrofahrzeug kann auf die gleiche Art wie jedes andere Automobil erworben werden. Neben dem Barkauf oder Leasing ist der Erwerb mithilfe einer Finanzierung durch Autokredite möglich. Um aber die Käufer und die Industrie zu unterstützen und damit auch die Umwelt zu schonen, hat die Regierung ein E-Auto-Paket Prämien ausgestellt.

Wie sieht das E-Auto-Paket aus?

Die Förderung der Elektromobilität erfolgt durch den neu verabschiedeten Umweltbonus. Der Umweltbonus wird gewährt, wenn das Kaufobjekt ein rein batteriebetriebenes Elektro-, ein Brennstoffzellen- oder ein Hybridfahrzeug ist. Förderfähig sind PKW nur, wenn sie erstmals neu erworben werden und maximal 60.000 Euro kosten. Damit der Bonus erhalten bleibt, muss das Fahrzeug entsprechend der vorgeschriebenen Haltedauer mindestens sechs Monate auf den Halter zugelassen sein. Es gibt zwei Varianten der Förderung, die sich am Fahrzeugantrieb orientieren. Für batteriebetriebene Elektrofahrzeuge und PKW mit Brennstoffzelle als Antriebsenergiequelle wird ein Bonus von 4.000 EUR gewährt, für Hybridfahrzeuge sind es 3.000 EUR. Die Förderung erfolgt hälftig durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und den Automobilherstellern. Dabei gewährt das BAFA, an das der Antrag zu adressieren ist, einen nichtrückzahlbaren Zuschuss in Höhe von 2.000 EUR (Hybridfahrzeuge 1.500 EUR). Der Hersteller beziehungsweise Verkäufer garantiert, dass der Anschaffungspreis des Elektrofahrzeugs, netto in selber Förderhöhe unterhalb des Basismodelllistenpreises liegt. Die Förderung erhält der Fahrzeughalter, wenn Käufer und Halter unterschiedlich sind.

Was soll mit dieser Strategie erreicht werden?

Zunehmend strengere Vorschriften zum CO2-Ausstoßes und der Feinstaubbelastungen in Ballungsgebieten können die Innovationen bei Verbrennungsmotoren nicht vollständig ausgleichen. Eine wichtige Antwort ist laut Bundesregierung die Etablierung der Elektromobilität. Darüber hinaus stellt sie ein wesentliches Bindeglied bei der industriellen Digitalisierung dar. Mit der Verbreitung von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen werde nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet, sondern neue Innovationen und Investitionen in der gesamten Wertschöpfungskette der Elektromobilität ausgelöst. Die Förderung der Elektromobilität ist bis zum Jahr 2019 mit insgesamt 600 Mio. EUR von Seiten des BAFA begrenzt. Mit der Förderung soll das angepeilte Ziel, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf den Straßen zu haben, näher rücken.

Vor- und Nachteile der Förderung?

Die zähen Verhandlungen haben gezeigt, dass die jetzt gewährte Förderung nicht unumstritten ist. Die Befürworter halten die Umwelteffekte für nachhaltiger als innovative Verbrennungsmotorenkonzepte. Angesichts der Abgasskandale der vergangenen Monate verstärkten sich die Vorbehalte gegenüber der Innovationsfähigkeit der Hersteller. Die Förderung von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen werde innovative Entwicklungen rund um die Elektromobilität anfachen. Die Gegner der Förderung sehen die gleichen Fakten unter einem anderen Blickwinkel und befürchten, dass eine Konjunkturblase für die Automobilindustrie die Folge sei. Die Annahme der Förderung könnte an der fehlenden Infrastruktur scheitern, da die Reichweite der meisten Fahrzeuge kaum über 150 Kilometer liege. Auch könnte der Umwelteffekt verpuffen, wenn statt Diesel nun Kohlestrom in die Autos komme, so die Partei die Grünen.

Wie verändert sich die Zukunft der Autobranche durch die Prämien?

Der Umweltbonus gilt rückwirkend für Fahrzeuge, die mit oder nach dem 18.05.2016 erworben beziehungsweise angemeldet wurden und zukünftig werden. Der registrierte Andrang war verhalten, mit einer zunehmenden Akzeptanz und dem Ausbau der Infrastruktur wird in der Zukunft die Elektromobilität an Bedeutung gewinnen. Parallele Nebenwirkung wie ein Fahrverbot in Innenstädten, wenn Schadstoffgrenzwerte wieder überschritten sind, von denen Elektrofahrzeuge ausgenommen werden, führen zu einer bewussteren Wahrnehmung. Weitere Forschungen und Entwicklungen in der Batterietechnik führen mittelfristig dazu, dass der Preis der Elektrofahrzeuge mit der verkauften Menge abnimmt.

Weiterführende Links:

https://www.creditplus.de/kredite/…

http://www.bafa.de/bafa/de/…

https://www.bundesregierung.de/…

Bildquellen:

https://pixabay.com/de/elektro-auto-tanken-strom-%C3%B6kologie-734573/

Mietwagen – Worauf müssen Interessenten beim Online-Vergleich achten?

Wer in den Ferien nicht nur am Strand liegen, sondern auch die Gegend erkunden möchte, für den ist ein Leihauto eine interessante Möglichkeit. Laut ADAC ist es besser, diesen bereits vor dem Urlaub zu buchen. So besteht die Möglichkeit, die verschiedenen Angebote im Internet zu vergleichen und in Ruhe zu prüfen, ob wichtige Kriterien darin enthalten sind. Denn auch beim Online-Vergleich sollten Interessenten einige Dinge berücksichtigen.

Bild 1
Mit einem Leihwagen kann im Urlaub die Gegend erkundet werden – doch Mieter sollten bei der Wahl des richtigen Anbieters einige Punkte beachten.

Versicherungen

  • Haftpflicht

Die Kosten für Haftpflichtversicherungen sind meistens schon im Preis des Mietwagens inbegriffen, doch die Leistungen variieren je nach Angebot. Daher sollte der Urlauber darauf achten, dass die Deckungssumme ausreicht – denn im Ausland gilt oft ein geringerer Versicherungsschutz als in Deutschland, wo 7,5 Millionen Euro als Minimum für Personen- und 1,12 Millionen Euro für Sachschäden gelten. So sind für Personenschäden in Griechenland dagegen beispielsweise nur 500.000 Euro vorgesehen, in der Türkei sogar nur 35.000. Ist der Betrag jedoch zu niedrig, wird der Versicherte im Schadensfall für die Differenz zwischen diesem und der Schadenshöhe zur Kasse gebeten. Aus dem Grund wird Reisenden empfohlen, eine Mallorca- oder Traveller-Police abzuschließen: Damit besteht derselbe Haftpflichtschutz wie in Deutschland und der Unterschied zwischen der ausländischen und der deutschen Deckungssumme wird kompensiert. Manchmal ist die entsprechende Police bereits in der eigenen Kfz-Versicherung enthalten, ansonsten sollte sie bei einem Deckungsbetrag unter 500.000 Euro auf jeden Fall abgeschlossen werden – sie kostet für vier Wochen nur etwa 20 Euro.

  • Vollkasko- und Diebstahl

Auch die Vollkasko-Versicherung ist wichtig, da sie Schäden am Mietauto abdeckt, die durch eigenes Verschulden oder durch Vandalismus entstanden sind. Die Diebstahl-Absicherung greift, wenn der Mietwagen gestohlen wurde. Auch bei diesen beiden Versicherungen sollte der Interessent Anzeigen vergleichen, denn der Leistungsumfang ist je nach Zielland anders als in Deutschland. Außerdem ist darauf zu achten, dass es sich um eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung handelt, denn sonst muss der Urlauber jeden Makel aus eigener Tasche bezahlen. Die Versicherung springt erst bei einer höheren Schadenssumme ein. Angebote mit Vollkasko und Diebstahlschutz ohne Selbstbehalt sind zwar teurer, lohnen sich aber im Ernstfall.

  • Zusatzversicherung:

Für Schäden an Reifen, Unterboden und durch Steinschlag sollten Zusatzversicherungen abgeschlossen werden. Grundsätzlich gilt, dass diese günstiger sind, wenn sie bereits von Zuhause aus gebucht werden. Bei der Abholung dürfen sich die Kunden allerdings keine weiteren, unnötigen Versicherungen andrehen lassen. Oft werden beispielsweise Extraabsicherungen mit dem Namen Super Collision Damage Waiver für fast 150 Euro angeboten – diese werden bei Vollkasko ohne Selbstbeteiligung jedoch gar nicht benötigt.

Tankregelung

Bild 2
Bei Mietautos sollte immer die Voll-voll-Tankregel gelten, denn sonst machen Kunden Verluste.

Mieter sollten außerdem darauf achten, dass im Angebot eine gute Vorgabe für das Tanken inklusive ist. Hier hilft unter anderem die Analyse der Kundenbewertungen. Während in Deutschland die sogenannte Full-to-full-Regelung üblich ist, bei der Mietwagen mit vollem Tank abgeholt und auch zurückgegeben werden, kann das in anderen Ländern – zum Beispiel in Portugal, Spanien und Griechenland – anders sein: Oftmals bekommt der Urlauber das Auto mit leerem Tank und gibt es auch so zurück. Die erste Tankfüllung muss dann – häufig überteuert – vor Ort und mit einer zusätzlichen Servicegebühr bezahlt werden. Zudem werden die Kosten der Benzin-Restmenge nicht zurückerstattet, so dass es sich für den Kunden hierbei immer um ein Verlustgeschäft handelt. Daher sollten nur Vorschläge mit der Voll-voll-Tankregel wahrgenommen werden.

Darüber hinaus ist es empfehlenswert, sich schon im Vorfeld über die Tankpreise im Urlaubsland zu informieren und beispielsweise Tankstellen herauszusuchen, die günstigeren Sprit anbieten.

Extrakosten

Oft kann es zu versteckten Zusatzkosten kommen. Bei einem ausführlichen Online-Vergleich können Reisende aus dem Grund auf weitere Dinge aufpassen, um diese Beträge zu vermeiden:

Bild 3
Bei manchen Autovermietern fallen Zusatzkosten für bestimmte Leistungen an. Daher sollten Kunden die Angebote vorher gründlich vergleichen.
  • Kilometerbegrenzung: Wer viel fahren will, sollte auf eine unbegrenzte Kilometerzahl achten. Sonst wird für jeden Extra-Kilometer eine Gebühr erhoben. Grenzüberschreitende Fahrten kosten ebenfalls oft extra oder sind bei manchen Vermietern sogar nicht erlaubt.
  • Fahreranzahl: Auch für Zweitlenker werden in manchen Fällen höhere Preise verlangt. Die entsprechenden Vorgaben sollten daher im Vorfeld berücksichtigt werden.
  • Alter des Fahrers: Junge Fahrer – meist jene unter 25 – müssen häufig eine Extragebühr leisten. Außerdem dürfen je nach Land Menschen zwischen 19 und 25 Jahren noch gar kein Auto mieten. Auch eine mehrjährige Fahrpraxis des Kunden, meist von zwei bis drei Jahren, wird oft vorausgesetzt.
  • Bearbeitungsgebühren: Kommt es zu einem Schaden, werden häufig Bearbeitungskosten verlangt. Folglich sollten Mieter Bußgelder schnell und in bar zahlen, um diese Gebühr zu umgehen.
  • Extra-Ausstattung: Bei vielen Anbietern werden für eine Sonderausstattung – etwa ein Navigationsgerät oder einen Kindersitz – weitere Kosten berechnet. Daher lohnt es sich, diese von zuhause aus mitzunehmen – oder mit entsprechenden Filtern im Online-Vergleich nur Angebote auszuwählen, bei denen die gewünschte Ausstattung im Preis inbegriffen ist.
  • Abholung und Rückgabe: Bei manchen Anbietern müssen die Kunden eine höhere Gebühr zahlen, wenn sie den Leihwagen direkt am Flughafen abholen möchten. Auch wenn die Abholung und die Rückgabe nicht an der gleichen Station stattfinden, fallen zusätzliche Zahlungen für die Einwegmiete an. Darüber hinaus berechnen manche Vermieter Zusatzgebühren, wenn der Mietwagen zu früh, zu spät oder außerhalb der Geschäftszeiten zurückgegeben wird.
  • Stornierung oder Änderung: Auch Autovermietungen, die Gebühren für Stornierungen oder Änderungen der Buchung verlangen, sollten vermieden werden.

 

Bildquellen:

Abbildung 1: © Designatic – Pixabay.com

Abbildung 2: © beejees – Pixabay.com

Abbildung 3: © jarmoluk – Pixabay.com

Quellen und zusätzliche Informationen:

http://www.rp-online.de/wirtschaft/adac-mietwagen-bucht-man-besser-schon-vor-dem-urlaub-aid-1.6051400

http://www.aachener-zeitung.de/news/auto/mietwagen-police-nicht-nur-auf-mallorca-wichtig-1.1379574

http://www.verivox.de/mietwagen/

http://www.welt.de/finanzen/…