Gebrauchtwagen – Die fünf wichtigsten Schritte für einen guten Preis

Gebrauchtwagen – Die fünf wichtigsten Schritte für einen guten Preis

Beim Verkauf eines Gebrauchtwagens geht es den Verkäufern vor allen Dingen darum, das Fahrzeug zu einem möglichst guten Preis verkaufen zu können. Dies jedoch ist nicht immer einfach. Wer sich vor dem Verkauf zu wenige Gedanken macht und schlecht vorbereitet ist, bekommt später deutlich weniger Geld für seinen PKW, als dieser hätte einbringen können. Verkäufer, die im Vorfeld etwas Zeit haben und sich gut auf den Verkauf vorbereiten, sind daher klar im Vorteil.

Die folgenden fünf Tipps helfen dabei, die wichtigsten Schritte vor dem Gebrauchtwagen-Verkauf kennenzulernen und den Wagen später mit einem guten Gefühl an seinen neuen Besitzer übergeben zu können.

  • Das Auto auf Vordermann bringen

Das wohl wichtigste Detail vor dem Verkauf eines Gebrauchtwagens sind Arbeiten an dessen optischem Erscheinungsbild. Ist ein Wagen schmutzig, hat er mehrere Kratzer und riecht es im Innenraum unangenehm, so wird der Käufer ihn kaum zu einem angemessenen Preis verkaufen können. Auch bei der Vorstellung des Wagens bei einem Fahrzeug Ankauf achtet der dort tätige Fachmann sehr genau auf die optischen Makel und das gesamte Erscheinungsbild.

Vor dem Verkauf oder auch dem Fotografieren des Wagens für Inserate sollte der aktuelle Eigentümer daher sowohl äußerlich als auch innerlich für einen frischen Glanz sorgen. Bei einem älteren Gebrauchtwagen genügt es in aller Regel, den Innenraum gründlich zu saugen und zu wischen und mit dem Wagen in die Waschanlage zu fahren. Wer jedoch einen teureren PKW verkaufen möchte, sollte auch über den Gang zu einem professionellen Aufbereiter nachdenken. Dieser kann sowohl Lackschäden als auch Verunreinigungen auf Leder und Polstern sehr nachhaltig entfernen. Bei einem sehr wertigen PKW kann dieser Schritt den Verkaufspreis um einige hundert Euro steigern.

  • Den Markt analysieren

Vor dem Verkauf des Gebrauchten möchten die meisten Eigentümer zunächst herausfinden, was das Auto überhaupt wert ist. Ein genauer Wert lässt sich in diesem Schritt noch nicht herausfinden. Was jedoch deutlich wird, ist ein ungefährer Bereich, in dem sich der Verkaufspreis später bewegen wird.

Um den Markt kennenzulernen, lohnt sich eine Recherche in den gängigen Autoportalen. Hier gibt der PKW-Besitzer die genauen Details hinsichtlich der Ausstattung, des Alters und auch der gefahrenen Kilometer an und erhält in den Suchergebnissen Autos, die dem eigenen sehr genau entsprechen. Er erkennt so, zu welchem Preis andere Verkäufer den Wagen anbieten und wie viele Autos dieses Typs derzeit im Umkreis verkauft werden.

Auch hilfreich bei der Bestimmung des Fahrzeugwertes können einschlägige Unternehmen wie DAT und Schwacke sein. Diese bieten Online-Rechner an, die nach der Eingabe der relevanten Daten einen etwaigen Verkaufspreis angeben.

  • Ein unabhängiges Wertgutachten erstellen lassen

Da die Recherche im Web bereits gute Erkenntnisse rund um den aktuellen Markt und den Wert des eigenen Fahrzeuges ergeben hat, sind Fahrzeugbesitzer auf den nächsten Schritt vorbereitet. Dieser führt den Verkäufer im besten Fall zu einer fachkundigen Werkstatt, die sich mit der Begutachtung von Gebrauchtwagen auskennt. Alternativ gibt es aber auch hier Portale, die solch eine Wertermittlung anbieten.

Dort wird der PKW sowohl technisch als auch optisch genau unter die Lupe genommen und unter Zuhilfenahme von Preislisten und Marktdaten bewertet. Im Anschluss gibt die Werkstatt an, welcher Preis bei einem Privatverkauf verlangt werden kann und welcher Preis bei einem Verkauf an einen Ankäufer zu erwarten ist. Diese beiden Preise unterscheiden sich insofern, als dass ein Ankäufer oft etwas weniger zahlt als ein Privatmann. Grund hierfür ist die Tatsache, dass er im weiteren Verlauf aus der Veräußerung des Wagens an eine Privatperson Gewinn erzielen möchte.

  • Den Preis intelligent festsetzen

Nachdem der genaue Wert des Gebrauchtwagens durch einen Fachmann festgestellt wurde, legt der Verkäufer den Wert fest, den er künftigen Käufern nennen möchte. Soll das Auto über ein Portal angeboten werden, darf dieser Preis im besten Fall nicht dem genauen Wert entsprechen, den das Gutachten ergab.

Der Grund hierfür ist, dass die meisten Käufer und Interessenten vor dem eigentlichen Kauf mit dem bisherigen PKW-Besitzer verhandeln möchten. Sie bedienen sich dabei zahlreichen Tipps und Tricks und versuchen so, den letztendlichen Preis so weit wie möglich zu senken. So treten geschickte Käufer gerne als Barzahler auf, da sie sich so bessere Chancen auf einen schnellen Kauf erhoffen. Da eine Preissenkung im Rahmen eines PKW-Verkaufs in der Regel vorgenommen wird, sollte der Verkäufer im Vorhinein den angegebenen Preis etwas höher ansetzen. Sonst läuft er Gefahr, vom eigentlichen Wert des Wagens abweichen zu müssen und letztlich nicht das Geld zu erhalten, das ihm zusteht.

  • Kaufangebote vergleichen

Auch beim Gebrauchtwagenverkauf gilt: Das erste Angebot ist nicht immer das Beste. Gibt es für den eigenen Wagen also mehrere Interessenten, so bieten diese in der Regel unterschiedliche Preise an. Es lohnt sich daher, auch nach dem ersten Anruf noch einige Zeit zu warten und mehrere Interessenten zu Wort kommen zu lassen. Bei einem Privatverkauf ist dies einfach, da zwischen dem Erstkontakt und dem Verkauf längere Gespräche, eine Probefahrt und Verhandlungen liegen.

Beim Verkauf an ein Ankaufunternehmen lohnt es sich ebenfalls, mehrere Angebote einzuholen. Auch hier ist eine Schwankung der angebotenen Kaufpreise durchaus möglich. So bedeutet das Kontaktieren mehrerer Unternehmen zwar einen leicht erhöhten Zeitaufwand, kann im Endeffekt jedoch für einen besseren Preis sorgen.

Bildquellen:

Abbildung 1 (Startseite) : fill (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
Abbildung 2.1: byrev (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
Abbildung 2.2: fancycrave1 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Quellen und zusätzliche Informationen:
http://www.sueddeutsche.de/auto/…

http://www.welt.de/motor/…

https://www.wirkaufendeinauto.de/auto-ankauf/

Kfz- Versicherungswechsel – leichter als gedacht

Kfz- Versicherungswechsel – leichter als gedacht

Wer sich dem Geldsparen aus Bequemlichkeit verweigert, sollte bedenken, dass es viel einfacher als zumeist gedacht ist, die Kfz-Versicherung zu wechseln. Die Ängste vor ausuferndem Papierkram sind unbegründet – das übernimmt nämlich zum größten Teil der neue Versicherer.

Tarife vergleichen – wie und wo?

Vor dem Wechsel kommt jedoch der Vergleich – und der sollte möglichst gewissenhaft durchgeführt werden, denn die Sparpotenziale bei Kfz-Versicherungen sind enorm. Um den damit verbundenen Arbeitsaufwand nicht zu groß werden zu lassen, empfiehlt es sich, ein Vergleichsportal zurate zu ziehen. Hier lässt sich noch am einfachsten ermitteln, welche Rabatte bei den gegebenen Voraussetzungen infrage kommen. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass die einzelnen Portale nicht immer das gleiche Ergebnis liefern. Das liegt zum einen daran, dass nicht alle möglichen Rabatte Berücksichtigung finden und zum anderen kooperieren manche Vergleichsplattformen nur mit bestimmten Versicherern. Deswegen ist es ratsam zu vergleichen, um letztlich zum gewünschten Ergebnis zu kommen.

Welche Versicherung soll es sein?

Die Kfz-Haftpflichtversicherung deckt nur Schäden ab, die Dritten infolge eines Unfalls entstehen. Das macht sie besonders wichtig, da die Schadenersatzforderungen allein bei Personenschäden schnell in die Millionen gehen können. Nicht umsonst ist diese Versicherung hierzulande Pflicht. Das gilt jedoch nicht für Teil- und Vollkaskoversicherungen, denn diese decken Schäden ab, die am eigenen Fahrzeug entstehen. Je älter das zu versichernde Fahrzeug ist, desto weniger lohnt sich der Schutz einer Vollkaskoversicherung. Das Fahrzeug verliert kontinuierlich an Wert und dieser Wertverlust ist vor allem innerhalb der ersten Jahre beträchtlich. Die Vollkaskoversicherung ist also in erster Linie eine Versicherungs-Police für Neuwagen. Später ist es sinnvoller, auf Teilkasko zu wechseln.

Sparpotenziale nutzen

Wer sein Fahrzeug nur alleine nutzt, sollte dies auch dem Versicherer mitteilen. Wird der Fahrerkreis eingeschränkt, wirkt sich das mitunter massiv auf die Höhe der Prämie aus. Je weniger Personen ein Fahrzeug nutzen, desto geringer ist auch das Risiko für einen Schadenfall.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die jährliche Fahrleistung. Dazu erfolgt vonseiten des Versicherers eine Einteilung in verschiedene Klassen. Klasse 1 reicht bis zu einer Fahrleistung von jährlich 6.000 Kilometern und ist folglich die günstigste. Wer zwischen 6.000 und 9.000 Kilometer pro Jahr fährt, landet in Klasse 2. So setzt sich das fort bis Klasse 8, die für Fahrer mit einer Kilometerleistung von mehr als 30.000 pro Jahr gedacht ist. Dabei sollte bei der Kilometerleistung nicht geschummelt werden.

Eine weitere Möglichkeit, Geld zu sparen, besteht in der Werkstattbindung. Bei dieser Option wird das Fahrzeug nur noch in einer bestimmten, vertraglich festgelegten Werkstatt repariert und gewartet. Da der Versicherer hierbei die Abwicklung übernimmt, ist diese Option auf der einen Seite komfortabel, kann auf der anderen Seite aber wiederum stark einschränken. Sinnvoll ist diese Option in erster Linie bei teuren Neuwagen, die schon allein wegen des Werterhalts möglichst in der Vertragswerkstatt repariert werden sollten.

Weiterführende Links:

https://www.adac.de/infotestrat/…

https://www.allianz.de/auto/kfz-versicherung/vollkasko/

https://www.test.de/Autoversicherung-Was-passiert-wenn-Sie-schummeln-4630754-0/

Bildquelle:

Abbildung 1: pixabay.com