Wildunfälle – Im Herbst steigt die Gefahr

Wildunfälle – Im Herbst steigt die Gefahr

Im Herbst müssen sich Autofahrer nicht nur auf schlechtere Sicht- und Witterungsverhältnisse einstellen, sondern auch auf eine erhöhte Unfall-Gefahr durch Wildwechsel.

In den kühlen und feuchten Monaten – September, Oktober, November – sind die Lichtverhältnisse schlechter, weil es morgens später hell und abends früher dunkel wird. Dazu kommen noch Nebel und die Beeinträchtigung durch Laub auf den Straßen.

Besonders gefährlich ist aber der Wildwechsel, weil er kaum vorhersagbar ist. So ist es auch kein Wunder, dass sich Jahr für Jahr in Deutschland mehrere tausend Wildunfälle ereignen. Und die Folgen durch einen Zusammenprall mit einem Reh oder Wildschwein können fatal sein. Da bleibt es oft nicht nur bei einem „harmlosen Blechschaden“. Zum Beispiel verursacht ein 20 Kilogramm schweres Reh bei einer Aufprallgeschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde eine Wirkung von 500 Kilogramm, also das 25-Fache seines Eigengewichts.

Besonders gefährdet sind Autofahrer, die sich in den Morgen- und/oder Abendstunden auf Straßen bewegen, die sich außerhalb von Städten sowie an Wäldern oder Feldern befinden bzw. durch diese hindurchführen.

Mit Beachtung folgender Hinweise lässt sich das Risiko eines Wildunfalls reduzieren oder sogar vermeiden:

  • Oberste Priorität: Augen auf im Straßenverkehr!
  • Beachtung der Verkehrsschilder „Wildwechsel“
  • Reduzierung der Geschwindigkeit bei Sichtung der Wildwechsel-Schilder
  • rechtem und linkem Fahrbahnrand besondere Aufmerksamkeit widmen
  • ausreichend Sicherheitsabstand zum rechten Fahrbahnrand halten
  • auf mehrere Tiere vorbereitet sein, denn Wildschwein & Co. kommen selten allein
  • Wild auf der Straße: nur bremsen, wenn keine Gefährdung des nachfolgender Verkehrs besteht und kein Auffahrunfall mit einem anderen Fahrzeug droht
  • Wild auf der Straße: bremsen, hupen und abblenden, wenn die Fahrbahn frei von anderen Fahrzeugen ist
  • Wild auf der Straße: erfolgt das Bremsen zu spät und rechtzeitiges Halten misslingt, dann nicht ausweichen und kontrollierten Wildunfall in Kauf nehmen, statt einen Aufprall mit einem Baum oder dem Gegenverkehr zu riskieren
  • wichtig: Wildtiere verlassen die Fahrbahn nicht immer sofort und auf dem kürzesten Weg, sondern laufen oft vor dem Fahrzeug her

 

Bildquellen:

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Abbildung 1.2: © hykoe – Fotolia.com

 

Quellen und zusätzliche Informationen:

http://www.saarjaeger.de/index.php?id=33

 

Chiptuning – für jedes Auto interessant?

Chiptuning – für jedes Auto interessant?

Viele Menschen möchten sich nicht mit einem Auto zufriedengeben, so wie es ist. „Tuning“ heißt das Zauberwort in diesem Zusammenhang. Welche beeindruckenden Ergebnisse solche Maßnahmen haben können, zeigt ein Bericht von Autobild über die Messe „Tuning-World“ am Bodensee. Von einem VW-Käfer mit einem 242 PS starken Motor bis hin zu Nachbauten berühmter Filmautos ist hier fast alles vertreten.

Die meisten Tuning-Maßnahmen sind allerdings weniger spektakulär. Sie zielen entweder darauf ab, das betreffende Fahrzeug optisch interessanter zu gestalten oder ihm mehr Leistung zu entlocken. In Zusammenhang mit Letzterem ist derzeit vor allem der Begriff „Chiptuning“ in aller Munde. Deutlich mehr Leistung für wenig Geld, so lautet das damit verbundene Versprechen. Doch was bedeutet Chiptuning eigentlich und welche Möglichkeiten ergeben sich dadurch? Dieser Artikel gibt einen kleinen Überblick über das Thema.

Was passiert beim Chiptuning genau

Chiptuning basiert auf der Tatsache, dass die meisten Automobilhersteller bei der Produktion von Fahrzeugen nicht an die Grenzen dessen gehen, was Technik und Material leisten können. Indem man diesen Spielraum nutzt, lässt sich die Leistung eines Autos erhöhen, ohne dass Eingriffe in die Mechanik notwendig sind. Dies funktioniert folgendermaßen:

  1. Meistens wird beim Chiptuning entweder das Motorsteuergerät neu programmiert oder ein zusätzliches Gerät angeschlossen.
  2. Dadurch werden einzelne Werte verändert, zum Beispiel die Einspritzdauer des Kraftstoffs oder aber der Ladedruck eines Turbos.
  3. Die Folge ist eine gesteigerte Motorleistung.

Ob der Besitzer des Wagens zu einem Zusatzgerät greift oder eine Neuprogrammierung bevorzugt, ist in erster Linie Geschmackssache. Letzteres hat den Vorteil, dass so kein Einbau eines neuen Gerätes notwendig ist. Allerdings besteht die Gefahr, dass bei einem Software-Update die Leistungssteigerung rückgängig gemacht wird. Bei einem Zusatzgerät besteht dieses Risiko nicht. Außerdem eröffnet dieses mehr Möglichkeiten zu verschiedenen Einstellungen.

Wer ein Chiptuning durchführen möchte, hat grundsätzlich zwei Möglichkeiten dazu:

  1. Er beauftragt einen professionellen Anbieter. Die Preise variieren je nach Unternehmen, Fahrzeugtyp und dem mit dem Tuning verbundenen Aufwand.
  2. Er kauft sich ein entsprechendes Zusatzgerät im Fachhandel oder im Internet und übernimmt selbst die Montage.

Experten sind sich in dieser Hinsicht weitgehend einig: Sie raten zu einem Einbau durch einen professionellen Anbieter, am besten einer Werkstatt, die sich auf Tuningmaßnahmen spezialisiert hat. Andernfalls besteht ein erhebliches Risiko, dass das Tuning Folgeschäden nach sich zieht oder das Auto dadurch faktisch unkontrollierbar wird.

Welches Verbesserungspotenzial ist dabei gegeben?

Ein richtig durchgeführtes Chiptuning kann sich erheblich auf die Performance des betreffenden Fahrzeugs auswirken. Rund 20 Prozent mehr Drehmoment und Leistung sind dadurch möglich, bei einigen Viertaktmotoren können es sogar 40 Prozent sein. Das macht sich meist deutlich bemerkbar – allein dadurch, dass das Auto schneller auf Gasbefehle reagiert. Wer unglücklich ist mit dem trägen Fahrverhalten seines Wagens, für den kann Chiptuning also eine gute Möglichkeit darstellen, Abhilfe zu schaffen. Optisch ist die Veränderung in der Regel nicht wahrzunehmen. Auch auf den Kraftstoffverbrauch kann sich Chiptuning positiv auswirken. So lässt sich beispielsweise bei einem VW durch das Chiptuning laut Racechip.de bis zu 1 Liter Sprit pro 100 km sparen.

Auf der anderen Seite ist Chiptuning mit erheblichen Risiken verbunden. Schließlich gibt es in den meisten Fällen gute Gründe, warum Hersteller die Belastbarkeit von Technik und Material nicht komplett ausnutzen. Deshalb ist die Folge von Tuningmaßnahmen nach Informationen des ADAC oft ein erhöhter Verschleiß von Teilen wie Kupplung und Bremsanlage. Im Zweifelsfall sollten Fahrzeugbesitzer auch prüfen, ob die Reifen der gesteigerten Leistung standhalten. Besonders hoch sind die Risiken bei unsachgemäßem Chiptuning. Im schlimmsten Fall kann es dadurch zu schweren Defekten und einer Unkontrollierbarkeit des Fahrzeugs kommen. Wer ein Chiptuning durchführen lässt, sollte sich außerdem unbedingt ein modellbezogenes Gutachten von einer Organisation wie dem TÜV oder der DEKRA besorgen. Außerdem muss die Leistungssteigerung in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden. Sonst kann es zu einem Erlöschen von Zulassung und Versicherungsschutz kommen.

Zusammengefasst stellen sich Potenzial und Risiken von Chiptuning folgendermaßen dar:

  • Erhebliche Leistungssteigerungen möglich
  • Positive Auswirkungen auf den Kraftstoffverbrauch
  • Geringere Lebensdauer durch höheren Verschleiß
  • Erhebliche Risiken durch unsachgemäßes Tuning
  • Erlöschen von Zulassung und Versicherungsschutz

Ist das für jedes Fahrzeug sinnvoll?

Generell kann Chiptuning bei jedem Fahrzeug angewandt werden – ob Diesel oder Benziner. Ein besonders großes Potenzial ergibt sich in der Regel bei Viertaktmotoren. Ob ein Tuning im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Entscheidend ist die Frage, ob die zu erwartende Leistungssteigerung die durch das Tuning entstehenden Kosten aufwiegt. Hat sich ein Fahrzeugbesitzer entschlossen, ein Chiptuning durchführen zu lassen, gilt es, einen guten Anbieter ausfindig zu machen. Dabei helfen folgende Kriterien bei der Auswahl:

  • Handelt es sich um eine Fachwerkstatt, die auf einen festen Kundenstamm verweisen kann?
  • Übernimmt der Tuninganbieter Herstellergarantien auf den Antrieb oder bietet er stattdessen eine eigene Garantie an?
  • Wie teuer ist die Durchführung des Tunings? Vor verdächtig billigen Angeboten aus dem Internet sollten Fahrer lieber Abstand nehmen. Auch beim Chip-Tuning gilt: Gute Leistung hat ihren Preis.

Wer ein passionierter Bastler mit weitreichenden Kenntnissen von Motoren ist und sich selbst am Umbau versuchen möchte, sollte bei dem entsprechenden Zusatzgerät nicht sparen. Auch hier empfiehlt es sich, Markenware zu kaufen. Andernfalls können erhebliche Folgekosten aus dem Tuning resultieren.

Chiptuning – auch bei einem solchen Eingriff sollten Autobesitzer auf Qualität achten – schlechtes Tuning kann letztlich mehr Nachteile als Vorteile bringen.

Leistungssteigerung geht sogar mit Smartphone

Wie die Zeitschrift Autobild berichtet, ist es inzwischen sogar möglich, die Leistung des eigenen Autos mit einem Fingerdruck auf das eigene Smartphone zu erhöhen. Auch diese für mehr als 3000 verschiedene Fahrzeuge erhältliche Neuerung basiert auf Chiptuning. Hier kann der Fahrer sogar über sein Smartphone verschiedene Modi anwählen – neben dem Race Modus, den Efficiency-Modus, in dem Benzin gespart wird. Da heißt es gespannt sein, was die Zukunft bringt. Es scheint auf jeden Fall, als würden sich auch die Tuningmethoden im digitalen Zeitalter gravierend verändern. Für Autofans dürfte das eine spannende Zeit werden.

Bildquellen:

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Quellen und zusätzliche Informationen:

http://www.racechip.de/chiptuning/…

https://www.adac.de/infotestrat/technik-und-zubehoer/tuning/chip_tuning…

http://www.autobild.de/artikel/racechip-chiptuning-mit-bluetooth-steuerung-5919581.html

Ratgeber Autoradios – Übersicht über Produkttypen und Eigenschaften

Ratgeber Autoradios – Übersicht über Produkttypen und Eigenschaften

Autoradios spielen nach wie vor eine wichtige Rolle für die meisten Autofahrer – auch wenn der Name „Autoradio“ ihnen in vielen Fällen nur noch begrenzt gerecht wird. Moderne Geräte haben oft kaum noch etwas zu tun mit ihren Vorfahren, die sich vor allem durch die Drehknöpfe für die Wahl der Senderfrequenz auszeichneten und im besten Fall mit Kassettenrekorder ausgestattet waren. Auch integrierte CD-Player sind längst kein Ausweis eines modernen Autoradios mehr. Dafür dürfen sich Musik- und Technikfans über Geräte mit Touchscreen, Bluetooth und integriertem DVD-Player freuen.

Der folgende Ratgeber soll eine kleine Hilfestellung für den Kauf eines Autoradios bieten und verschiedene gängige Produkttypen mit ihren Eigenschaften auflisten. Wer plant, sein Auto mit einem neuen Gerät auszustatten, erkennt so vielleicht schneller, welcher Produkttyp seinen Anforderungen am meisten entgegenkommt. Schließlich lässt sich viel Geld für ein Autoradio ausgeben – notwendig ist dies jedoch nicht unbedingt.

Typen von Autoradios – ein Überblick

Es gibt unzählige Typen von Autoradios auf dem Markt. Zu den wichtigsten gehören die Folgenden:

  1. CD-Radios

CD-Player befinden sich im Rückgang, wie auch Zahlen des Statistischen Bundesamtes aufzeigen. Dennoch gehört ein Autoradio mit CD-Player für viele Autofahrer weiterhin zum Standard. Viele CD-Autoradios sind zudem in der Lage MP3s von einer CD abzuspielen.

  1. MP3-Radios

MP3-Radios besitzen in der Regel ebenfalls einen CD-Player. Zusätzlich können Fahrer und Beifahrer an diesen Geräten MP3-Dateien von anderen Datenträgern abspielen, zum Beispiel von einem USB-Stick oder auch von einem MP3-Player.

  1. DAB-Radios

DAB-Radios ermöglichen den Empfang von Radio über das Internet. Damit steht vor allem Musikfans eine enorme Auswahl an Radiosendern im Netz zur Verfügung, die auch Fans spezieller Musikrichtungen bedienen. Auf den Empfang herkömmlicher Rundfunksender müssen sie deshalb nicht verzichten. In der Regel gehören DAB-Radios zu den Luxusvarianten von Autoradios und können sowohl CDs als auch MP3s sowie Dateien über Bluetooth abspielen. Dass dieser Luxus seinen Preis hat, versteht sich von selbst.

  1. DVD-Autoradios

Filme ansehen auf dem Autoradio und das zum bezahlbaren Preis? DVD-Autoradios machen es möglich. Zusätzlich ist auch hier das Abspielen von Musik von verschiedenen Datenträgern Standard, ebenso wie die Übertragung via Bluetooth. Autofahrer sollten sich allerdings darüber im Klaren sein, dass der Fernsehgenuss während der Fahrt den übrigen Insassen vorbehalten ist und ein DVD-Autoradio auch eine Gefahrenquelle darstellen kann.

  1. Navi-Autoradios

Navigationsgeräte haben sich in den letzten Jahren zum Standard in deutschen Autos entwickelt. Wer gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen möchte, greift zu einem Autoradio mit Navigationsgerät.

Neben diesen Beispielen gibt es auch noch Autoradios, die kompatibel mit Android-Smartphones oder iPhones sind und so perfekt mit einem Smartphone zusammenarbeiten. Viele Geräte sind außerdem mit einem Touchscreen für die Bedienung ausgestattet.

 

Was sollte ein Autoradio heute können?

Die Antwort auf diese Frage hängt zweifellos entscheidend von den eigenen Bedürfnissen ab. Wer nicht aus nostalgischen Gründen ein altes Modell mit Kassettenrecorder bevorzugt, erwartet in der Regel von Autoradios, dass diese mindestens CDs abspielen. Für viele Menschen gehört auch die Fähigkeit, MP3-Dateien zu verarbeiten, mittlerweile zum Standard. Ein guter Radioempfang lässt sich zum Beispiel über Doppel-Tuner erreichen, bei denen automatisch zwischen Frequenzen umgeschaltet wird, wenn der Empfang schlechter wird.

Die Klangqualität eines Autoradios wird wie bei einer Heimanlage subjektiv unterschiedlich wahrgenommen. Ein Ansatzpunkt dafür ist die Leistungsangabe in Watt. Maßgeblich ist hier die Angabe „maximale Leistung nach DIN 45324“. Denn diese gibt an, welche maximale Ausgangsleistung das Radio dauerhaft abgeben kann. Als ein guter Standardwert gilt „4 x 15 Watt“, wobei die Zahl vier hier die mögliche Zahl der Lautsprecher meint. Eine sehr gute Klangqualität stellen „4 x 25 Watt“ in Aussicht.

Außerdem sollte ein Autoradio in jedem Fall über eine Diebstahlsicherung verfügen, was auch in Bezug auf die Versicherung sehr hilfreich ist. Die Polizei empfiehlt, zu einem Gerät mit abnehmbarem Bedienteil, Sicherungskarte oder Codiersystem zu greifen.

Noch einmal zusammengefasst die Eigenschaften, die heute meist von einem Autoradio erwartet werden:

  • Fähigkeit, CDs und MP3s abzuspielen
  • Guter Radioempfang, möglichst über Doppeltuner
  • Gute Klangqualität durch hohe Leistung
  • Diebstahlschutz

 

Welches Autoradio passt zu wem?

Die Preisspanne bei Autoradios ist groß. Zwar gibt es inzwischen auch schon erschwingliche Geräte mit DVD-Player und Empfang von digitalen Sendern. Dennoch will es gut überlegt sein, ob sich die Ausgabe im Einzelfall lohnt. Am besten überlegen sich Käufer vor der Anschaffung eines neuen Autoradios, welchem Typ sie am ehesten entsprechen:

  • Gelegentlicher Radiohörer: Wer hin und wieder etwas Radio zur Untermalung hört und keine großen Ansprüche an die Senderauswahl stellt, dem genügt ein günstiges Modell ohne großen Schnickschnack. Auf einen CD-Player muss er in der Regel ohnehin nicht verzichten. Allerdings sollte er Wert auf einen Doppeltuner legen.
  • Musikfans mit individuellem Geschmack: Viele Menschen können mit der Musik, die von großen Radiostationen gespielt wird, wenig anfangen. Für sie kann sich ein DAB-Radio lohnen. Denn damit ist es auch Fans von Heavy Metal, Jazz oder Indie Pop möglich, Sender zu finden, die speziell ihren Geschmack bedienen. In jedem Fall sollte das Autoradio MP3s über verschiedene Datenträger abspielen können, damit der Genuss der eigenen Musiksammlung möglich ist.
  • Familien und andere Mehrpersonenhaushalte: Ein Autoradio mit DVD-Player bringt dem Fahrer selbst kaum Vorteile – zumindest direkt. Dafür trägt es auf langen Fahrten dazu bei, Kinder bei der Stange zu halten und der Langeweile bei den Beifahrern vorzubeugen.

Davon abgesehen spielt es eine Rolle, welche Geräte mit dem Autoradio zusammen genutzt werden sollen und eventuell schon im Auto vorhanden sind. Wer noch kein Navigationsgerät besitzt, kann über den Kauf eines Navi-Autoradios nachdenken und wer sein iPhone mit dem Radio koppeln möchte, sollte ein Modell wählen, welches dies auch zulässt

Abbildung 1: © haraldheuser (CCO-Lizenz) / pixabay.com
Abbildung 2: © chunchun (CCO-Lizenz) / pixabay.com

 

Quellen und zusätzliche Informationen:

http://www.autoradio.org/

https://www.kfz-mag.de/news/ratgeber/autoradio-kaufen-welche-funktionen-sind-sinnvoll-169547

http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/audio-video/75-jahre-autoradio-von-musiktruhen-zu-multimedia-zentralen-1492778.html

Führerscheinprüfung – ein langer Weg bis zur Fahrerlaubnis

Führerscheinprüfung – ein langer Weg bis zur Fahrerlaubnis

Die Führerscheinprüfung ist ein wichtiges Ereignis in der Jugend der meisten Menschen. Schließlich markiert sie einen deutlichen Zugewinn an Unabhängigkeit von älteren Menschen – im Zweifelsfall den Eltern. Zwar sinkt die Zahl derjenigen Menschen, die möglichst früh den Führerschein machen. Dennoch gehört eine Fahrerlaubnis für die große Mehrheit der Menschen in Deutschland weiter zur Grundausstattung.

Allerdings ist der Weg dahin alles andere als leicht. Hohe Durchfallquoten belegen, dass der Erwerb des Führerscheins oft mit viel Mühe und hohen Kosten verbunden ist. Vor allem wer die Prüfung in Großstädten macht, benötigt häufig deutlich mehr Fahrstunden als ursprünglich erhofft. Eine gute Vorbereitung kann die Sache erleichtern. Im Folgenden werden eine kleine Übersicht über den Weg zur Fahrerlaubnis und nützliche Tipps für Fahrschüler gegeben.

 

Theorie und Praxis – wie ist der Weg zum Führerschein aufgebaut?

Wie lange es dauert, bis ein Fahrschüler den heiß begehrten Führerschein in Händen hält, unterscheidet sich von Fall zu Fall. Allerdings gibt es einige gesetzlich vorgeschriebenen Mindestvoraussetzungen, die sich je nach Führerscheinklasse unterscheiden. Für die Klasse B (Pkw) sind mindestens 14 Stunden theoretischer Unterricht vorgeschrieben. Wer in der Prüfung durchfällt, absolviert unter Umständen mehr.

Die Praxis ist in zwei Bestandteile aufgeteilt:

  1. Grundausbildung: Sie umfasst das Fahren in der Stadt inklusive Einparken, Fahren an einer Steigung oder auch Umkehren. Hier gibt es keine festgelegte Anzahl an Übungsstunden. Entscheidend sind individuelle Voraussetzungen.
  1. Sonderfahrten: Sie werden absolviert, wenn Fahrlehrer und Fahrschüler das Gefühl haben, dass die Grundausbildung abgeschlossen ist, und umfassen mindestens
  • 5 Fahrstunden Landstraßen
  • 4 Fahrstunden Autobahn
  • 3 Fahrstunden in der Dunkelheit

Im Anschluss – wenn sich Fahrschüler und Fahrlehrer bereit fühlen und die theoretische Prüfung erfolgreich absolviert wurde – folgt die praktische Prüfung. Hat der Fahrschüler diese bestanden, darf er endlich den heiß ersehnten Führerschein sein eigen nennen.

Wie lange das Ganze durchschnittlich dauert? Hier bestehen große Unterschiede, abhängig davon ob

  • Fahrschüler vorher schon am Steuer saßen
  • während der Ausbildung auf privaten Übungsplätzen trainieren
  • Talent für das Autofahren haben

Der ADAC geht von einer durchschnittlichen Regelstundenzahl von 30 aus. In Großstädten kann es schnell länger dauern, denn hier warten mehrspurige Straßen, unübersichtliche Kreuzungen und so manch anderes Hindernis auf unerfahrene Fahrer. Wer seinen Führerschein auf dem Land macht und ein Händchen für das Autofahren hat, wird unter Umständen schneller fertig.

Was sollte bei der Theorieprüfung bedacht werden?

Die Theorieprüfung wird gerne unterschätzt. Schließlich gehört das Auswendiglernen von Wissen für viele Fahrschüler, die zu diesem Zeitpunkt noch in die Schule gehen, zum täglichen Brot – anders als das Autofahren. Außerdem wirken Multiple-Choice-Fragebögen im ersten Moment als leicht zu bewältigen. Wer sich davon verleiten lässt, sich bei der Vorbereitung auf ein Minimum zu beschränken, erlebt schnell eine böse Überraschung. Diese wiederum kostet nicht nur Geld. Fällt man in der theoretischen Führerscheinprüfung durch, kann man diese erst zwei Wochen später wiederholen. Damit verlängert sich die Zeit bis zum Erwerb des Führerscheins unter Umständen.

Um dies zu vermeiden, lohnt es sich, die folgenden Tipps zu beachten:

  • In den Stunden aufmerksam sein: Es mag banal klingen, aber gerade in den nicht immer spannenden Theoriestunden fällt es schnell schwer, aufmerksam zu bleiben. Wer sich trotzdem darum bemüht, muss zu Hause weniger lernen.
  • Zu Hause lernen: Eine gründliche Vorbereitung in den eigenen vier Wänden ist entscheidend für den Prüfungserfolg. Dafür stehen mittlerweile alle Prüfungsbögen online zur Verfügung.
  • Schwierige Fragen wiederholen: Es lohnt sich, die Fragen, die in einem ersten Durchgang falsch beantwortet wurden, zu markieren und noch einmal besonders intensiv vorzubereiten.
  • Ausgeschlafen zur Prüfung erscheinen: Fahrschüler, die die theoretische Prüfung unterschätzen, gehen am Abend vorher oft noch feiern. Das Durchfallrisiko sinkt allerdings – wie bei jeder Prüfung – wenn der Prüfling nüchtern, ausgeschlafen und konzentriert ist.

Übrigens: In der Theorieprüfung durchgefallen zu sein ist vielen Menschen im Nachhinein peinlich und wird gerne verschwiegen. Deshalb tendieren gerade junge Menschen, die schon im Besitz des Führerscheins sind, dazu, die Schwierigkeit dieser Prüfung herunterzuspielen. Auch davon sollten sich Fahrschüler nicht irritieren lassen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die praktische Prüfung?

Wohl jeder Fahrschüler möchte vor allem die gefürchtete praktische Prüfung so schnell wie möglich hinter sich bringen. Wer es überstürzt, muss allerdings damit rechnen durchzufallen. Dies wiederum zieht nicht nur höhere Kosten nach sich. Es hat auch einen psychologischen Effekt, der nicht zu unterschätzen ist. Denn bei so manchen steigt so die Angst, es auch beim nächsten Mal nicht zu schaffen. Dies führt schnell zu besonders großer Nervosität und unsicherem Fahren in der nächsten Fahrprüfung. Auf diese Art entsteht schnell ein Teufelskreis.

Deshalb ist es empfehlenswert, wirklich erst dann anzutreten, wenn man sich dazu bereit fühlt. In dieser Hinsicht sind Fahrschüler und Fahrlehrer gefragt. Um möglichst gut vorbereitet zu sein, sollten Fahrschüler nicht nur die erforderliche Zahl an Pflichtstunden absolviert haben, sondern so viele, bis sie sich einigermaßen sicher fühlen und das entsprechende Feedback von ihrem Fahrlehrer erhalten. Zudem hilft laut autoscout24.de Folgendes bei der Prüfungsvorbereitung:

  • Prüfungssituationen in den Fahrstunden zu üben.
  • Besonders knifflige Momente (zum Beispiel Einparken) vor der Prüfung noch einmal durchzusprechen.

Auch bei der praktischen Prüfung ist es hilfreich, ausgeschlafen zu sein. Ein leerer Magen und Müdigkeit können schnell zu Unaufmerksamkeit und Fehlern führen.

Fazit

Der Weg bis zum Führerschein ist für einige Menschen mit schlaflosen Nächten und Schweißausbrüchen verbunden. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, sich die Sache zu erleichtern. Wer sich auf theoretische und praktische Prüfung gut vorbereitet, hat in der Regel wenig zu befürchten. Schon so vermeintlich banale Dinge wie vor Prüfungen früh ins Bett zu gehen oder knifflige Situationen vorab noch einmal ins Gedächtnis zu rufen, können einen entscheidenden Unterschied machen. Überstürzen sollte man es allerdings auch nicht. Manche Fahrschüler benötigen mehr Zeit als andere, das lässt sich nicht immer ändern.

Bildquellen:

Abbildung 1: © kartik27 (CCO-Lizenz) / pixabay.com

Weitere Informationen und Quellen:

http://www.fahrschulen.de/

http://www.rtl.de/cms/ratgeber/auto/…

https://www.adac.de/verkehr/rund-um-den-fuehrerschein/erwerb/ausbildung/