Goldene Regeln und Informationen beim Fahren auf Glatteis
Glatteis

Glatteis

Im Winter sind Autofahrer besonderen Witterungsverhältnissen ausgesetzt. Schnee, Eis und schlechte Sichtverhältnisse erfordern höchste Konzentration im Straßenverkehr. Vor allem Glatteis birgt große Risiken. Besonders gefährdet sind Brücken, Straßen unterhalb von Brücken, Waldgebiete sowie Tunnelausfahrten.

Vekehrsschild: Glatteis
Verkehrsschild: Glatteis

Was ist Glatteis?

Glatteis entsteht durch Überfrieren oder Gefrieren von Wasser oder Schnee auf den Straßen. Auch festgefahrener Schnee (zum Beispiel vor Ampeln), Schneematsch und Reif führen zu Straßenglätte. Besonders gefährlich ist Blitzeis, das entsteht, wenn Regen oder Sprühregen auf gefrorenen Boden fällt. Glatteis führt immer wieder zu massiven Behinderungen des Straßenverkehrs.


Richtiges Verhalten bei Glatteis

Die wichtigsten Regeln beim Fahren auf Glatteis lauten: Geschwindigkeit anpassen und mit Bedacht reagieren. Vorausschauendes Fahren sowie das Vermeiden von abrupten Lenkbewegungen und dosiertes Bremsen erhöhen die Sicherheit zusätzlich.

Wichtig! Verlassen Sie sich nicht auf Ihre Winterreifen. Sie sind in dieser Jahreszeit ein Muss, weil ihre Lamellentechnik und die kältestabile Gummimischung einen starken Grip und guten Halt auf der Straße bieten. Aber bei Eisglätte sind auch Winterreifen machtlos. Hier kann man nur durch fahrerisches Können das Ausbrechen des Fahrzeugs und somit Schlimmeres verhindern. Günstige Winterreifen finden Sie Online und im Fachhandel - hierzu haben wir für Sie eine Übersicht über die größten Online-Shops zusammengestellt.


Worauf sollten Sie achten?

Die Geschwindigkeit den Wetterverhältnissen anpassen

Die richtige Geschwindigkeit und ein großer Abstand zum Vordermann (mindestens sechs Fahrzeuglängen) verschaffen einem die nötige Reaktionszeit, denn auf eisglatter Fahrbahn muss mit einem dreimal längeren Bremsweg gerechnet werden.


Abrupte Lenkbewegungen vermeiden

Bei Glatteis verliert man durch die verminderte Bodenhaftung des Reifens sehr schnell das Gefühl für die aktuelle Reifenstellung. Wenn der Reifen dann plötzlich wieder fasst, kann es zu folgenschweren Lenkfehlern kommen. Bei zu steiler Reifenstellung arbeiten auch ABS (Antiblockiersystem) und ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) nicht mehr korrekt.


Bremsen ohne ABS

Bei Glätte vorsichtig mit getretener Kupplung bremsen, so werden die Räder vom Antrieb getrennt und die Geschwindigkeit verringert sich. Diesen Vorgang mehrmals wiederholen ("Stotterbremse") und beim Lösen der Bremse jeweils lenken, da sonst die Räder blockieren.


Bremsen mit ABS

Das ABS ermöglicht eine Vollbremsung bei Erhaltung der vollen Lenkfähigkeit. Gleichzeitiges Auskuppeln vermindert den Schub und das „Rattern“ im Bremspedal zeigt die Wirkung des ABS.


Anfahren und Fahren

Die schiere Motorkraft lässt die Räder beim Anfahren auf Eisglätte oft durchdrehen. Hier kann gefühlvolles Anfahren im zweiten Gang und mit schleifender Kupplung die Lösung sein. Die beste Übersetzung hat man bei niedrigen Motordrehzahlen. Deshalb bei Glätte immer möglichst früh hochschalten und niedertourig fahren.


Bergauf fahren mit ESP

ESP kann in Kurven der Retter in der Not sein, die Elektronik schätzt aber manchmal Bergfahrten falsch ein und drosselt Motorleistung und einzelne Räder. Die manuelle Abschaltung des ESP macht vor Bergfahrten auf vereisten Straßen deshalb Sinn.