Auto günstig finanzieren: Das sollten Sie beachten

Deutschland ist ein Autoland. Die Anschaffung eines neuen Autos ist jedoch für die meisten Haushalte nicht ohne eine Finanzierung möglich. Rund 75% der Autokäufe sind auf den Abschluss einer Finanzierung zurückzuführen.

Die passende Finanzierung finden

Für Verbraucher, die tatsächlich an dem Erwerb eines Autos und nicht an einem Leasingangebot interessiert sind, bietet sich die Aufnahme eines Autokredits an. Dieser kann entweder über den Händler oder ein unabhängiges Kreditinstitut aufgenommen werden. Um den passenden Kredit zu finden, bietet sich die Nutzung eines Kreditvergleichsportals an. Hier werden verschiedene Angebote unterschiedlicher Banken angezeigt, so dass der Verbraucher ganz bequem den besten Autokredit auswählen kann. Die Zeit für eine lästige Suche nach den günstigsten Finanzierungen und umständliches Vergleichen entfällt somit.

Vorteil von Direktbanken

In der Regel können Direktbanken einen Kredit günstiger anbieten als Filialbanken. Dies hängt einerseits damit zusammen, dass Direktbanken aufgrund des nicht vorhandenen Filialnetzes Kosten gegenüber den Hausbanken einsparen. Andererseits herrscht zwischen den Direktbanken ein größerer Wettbewerbsdruck, der das Angebot niedrigerer Zinsen erfordert. Zum Teil bieten sogar einzelne Banken in Kooperation mit Vergleichsportalen spezielle Exklusiv-Zinsen für Kredite oder andere Sparaktionen an.

Von der Autofinanzierung profitieren

Verbraucher sollten bei dem Vergleich der Finanzierungen für das Auto stets einen gesonderten Blick auf die Kreditkonditionen werfen. In der Vergangenheit konnte beispielsweise von 0%-Finanzierungen profitiert werden, die nicht an einen bestimmten Verwendungszweck gebunden waren und entsprechend für den Autokauf oder andere anfallende Investitionen genutzt werden konnten. Aktuell vermittelt das Kreditvergleichsportal smava einen sogenannten Negativzins-Kredit. Mit einem effektiven Jahreszins von -0,45 muss ein Kreditnehmer, weniger Geld zurückzahlen, als er insgesamt geliehen hat. Da der Kredit mit Minuszinsen auf eine Kreditsumme von 1.000 Euro gedeckelt ist, kann der Kredit nicht für die Finanzierung eines Neuwagens genutzt werden. Jedoch lässt sich beispielsweise eine Anzahlung tätigen, ein kleines gebrauchtes Auto kaufen oder eine notwendige Reparatur durchführen.

Weiterführende Links:

https://www.avd.de/gebrauchtwagen/teil-4-finanzielle-fragen/barkauf-leasing-finanzierung/

https://www.smava.de/kredit/

http://www.spiegel.de/auto/fahrkultur/autofinanzierung-die-wichtigsten-finanzierungsmodelle-im-ueberblick-a-827181.html

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Alufelgen vs. Stahlfelgen – Unterschiede im Überblick

Das Thema Reifen und Felgen hat schon zu so manchen erhitzten Gemütern zwischen Autofahrern geführt. Die einen schwören auf Alufelgen und würden gar nicht erst auf die Idee kommen, ihr Auto mit Stahl zu verunstalten. Die anderen winken bei Alufelgen dankend ab und hübschen die Optik des Wagens lieber mit Radkappen auf. Aber warum sind die Felgen immer wieder ein Streitthema und worin unterscheiden sich die Stahl- und Alufelgen überhaupt voneinander? Gibt es vielleicht wirklich nur noch optische Unterschiede oder hat die alte Stahlfelge wirklich ausgesorgt? Dieser Artikel geht den Fragen auf den Grund.

Abbildung 1: Alufelge oder Stahlfelge – diese Frage ist für viele Autofahrer sicherlich interessant.

Stahlfelgen – Vor- und Nachteile im Überblick

Der Name verrät’s: Stahlfelgen bestehen aus Stahl. Sie werden aus gewalzten Stahlblechen hergestellt. Dabei hat die Felge zwei Teile, die fest miteinander verschweißt sind. Der innere Teil, der gerne mit Radkappen abgedeckt wird, ist die Radschüssel. Der äußere Kranz die eigentliche Felge. Und welche Vorteile hat diese Felgenart?

  • Robustheit – Stahlfelgen sind wesentlich robuster als ihre Konkurrenz aus Aluminium. Der Stahl ist so stabil, dass die Felge auch bei näherer und härterer Bekanntschaft mit Bordsteinen keinen oder nur kleine Schäden erleidet, zudem können kleinere Schäden oft ausgebessert werden.
  • Haltbarkeit – mit der Robustheit geht natürlich die Haltbarkeit einher. Sie ist länger, gerade, wenn der Wagen oft bei Eis und Schnee gefahren wird. Das Streusalz greift den Stahl weniger an. Zwar können Stahlfelgen rosten, doch ist die Haltbarkeit durch den Rost erst im sehr vorangeschrittenen Stadium eingeschränkt.
  • Kosten – im Vergleich mit Alufelgen sind Stahlfelgen oft günstiger in der Anschaffung.

Die Nachteile der Stahlfelge beschränken sich in erster Linie auf die Optik. Da die Felge nicht gegossen wird, wirkt sie allgemein gröber und weniger filigran. Mit Radkappen lässt sich das Problem jedoch recht gut kaschieren. Der Spruch, dass Stahlfelgen schwer und somit schlechter sind, trifft heute übrigens nicht mehr unbedingt zu. Hochwertige Stahlfelgen werden aus dünnen Stahlblechen gefertigt, ohne dass die Qualität und Robustheit leidet.

Alufelgen – Vor- und Nachteile im Überblick

Die Alufelge wird aus Aluminium in einem Stück gegossen. Da hierzu eine Gussform genutzt wird, können die einzelnen Streben sehr filigran und optisch ansprechend gefertigt werden. Nach der Aushärtung wird die Felge mit einem speziellen Lack versehen, wodurch sie ihr glänzendes Aussehen erhält. Die Vorteile:

  • Optik – unbestritten, Alufelgen sind optisch schöner und machen etwas her.
  • Auswahl – da Alufelgen gegossen werden, gibt es unzählige Designs, aus denen Fahrer auswählen können.

Allerdings kommt die Optik sprichwörtlich zu einem Preis – und hiermit ist nicht nur der höhere Kaufpreis gemeint:

  • Haltbarkeit – Aluminium ist wesentlich weicher als Stahl, wodurch die Felge angreifbar wird. Ein harter Aufprall am Bordstein kann schon dazu führen, dass sich die Felge verzieht, oder sich am äußeren Rand ein Stück Aluminium ablöst oder verformt.
  • Pflege – Alufelgen müssen gepflegt werden. Gerade im Winter greift das Streusalz den Lack an und kann die Felge deutlich schädigen. Es gibt aber mittlerweile spezielle für den Winter geeignete Alufelgen, die besonders robust gegen Salze sind. Preislich liegen diese Modelle aber deutlich über den gewöhnlichen Alufelgen.

Für wen sind welche Felgen geeignet?

Tatsächlich ändert die Art der Felge wenig am Fahrverhalten des Autos. Hier spielt die Wahl des Reifens eine wesentlich größere Rolle. Die Größen der gewählten Felgen müssen zum Auto passen und den Angaben im Fahrzeugschein entsprechen. Denn obgleich besonders große Felgen das Auto optisch aufwerten, kann es geschehen, dass die Betriebserlaubnis erlischt, wenn der Reifen über die Karosserie hinausragt. Größtenteils ist die Wahl der Felge eine reine Geschmackssache, wenn es auch einige Tipps gibt:

  • Fahrtwege – wer viel auf schlechten Straßen mit Löchern, Rissen oder schlechten Reparaturen fährt, sollte sich an Stahlfelgen halten. Das Material hält Stöße schlichtweg besser aus und Schäden können höchstens an den Radkappen entstehen.
  • Fahrzeug – für ältere Fahrzeuge reichen Stahlfelgen ebenfalls oft aus. Wer hingegen ein hochwertiges Auto oder einen Neuwagen fährt, erhält Alufelgen oftmals bereits mit dazu. Hier lohnt es sich natürlich nicht, auf eine andere Felge umzusteigen.

Ein guter Kompromiss ist übrigens der Wechsel der Felgen mit den Reifen. Im Sommer eignen sich Alufelgen grundsätzlich mehr, zudem ist der Reinigungsaufwand in den Sommermonaten geringer. Steht der Wechsel auf die Winterreifen an, werden nun auch die Felgen auf Stahlfelgen gewechselt. Sie sind robuster gegenüber dem Streusalz und müssen nicht so oft gereinigt werden. Da die Straßen im Winter durch Regen und Schnee ohnehin recht schmutzig sind, schaden Stahlfelgen der Optik des Wagens auch weniger.

Wer sich grundsätzlich auf Alufelgen festlegt, sollte folgende Punkte beachten:

  • Kontrolle – es geschieht schnell, dass ein Bordstein mitgenommen wird oder die Felge bei der Durchfahrt eines Schlaglochs mit dem Asphalt kollidiert. Nun muss die Felge kontrolliert werden, um sicherzustellen, dass sie sich nicht verzogen hat oder dass sich kein Aluminium in Richtung des Reifens geschoben hat. Schäden an der Felge können sonst dazu führen, dass der Reifen beschädigt wird.
  • Pflege – im Winter sollte die Felge regelmäßig gereinigt werden, damit das Streusalz den Lack nicht angreift. Es gibt spezielle Pflegeprodukte, die eine Schutzschicht auf die Felge legen und verhindern, dass das Salz Schäden verursacht.
  • Reiniger wählen – der Felgenreiniger muss sich für die Art der Felge eignen. Es gibt Mittel auf Säurebasis, die den Klarlack der Felge angreifen. Der Reiniger wird übrigens erst genutzt, wenn der gröbste Schmutz mit dem Wasserschlauch oder dem Hochdruckreiniger entfernt ist. Ansonsten können beim Putzen Kratzer entstehen.
  • Versiegeln – nach dem Reinigen der Felge wird ein Wachsschutz aufgebracht, der sie allgemein schützt und Feuchtigkeit abperlen lässt.
Abbildung 2: Neuwagen werden immer häufiger mit Alufelgen ausgestattet.

Fazit – die Unterschiede in der Optik

Den größten Unterschied zwischen den beiden Felgentypen macht die Optik aus. Hier können Autofahrer bei Stahlfelgen mit Radkappen nachhelfen. Durch neue Fertigungsverfahren sind Stahlfelgen oft nicht mehr schwerer – oder sogar leichter – als Alufelgen. Das Argument, dass sich das Fahrverhalten oder der Spritverbrauch durch das zusätzliche Gewicht verändert, gilt daher nicht mehr.

Weiterführende Links:

http://www.auto-reise-welt.de/stahlfelgen-oder-alufelgen-ein-vergleich.htm

https://www.oponeo.de/alufelgen

http://www.kfz-informationen.de/alufelgen-reinigen-so-werden-die-felgen-beim-kfz-wieder-sauber/

Bildquellen:

Abbildung 1: @ peterscode (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Abbildung 2: @ webandi (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Die richtige Kfz-Versicherung für Ihr Auto

Ein Auto zu kaufen ist schon teuer genug – da müssen nicht auch noch Kosten für etwaige Unfallschäden hinzukommen. Der Abschluss einer guten Versicherung ist deswegen wichtig und auch notwendig, um im Falle eines Unfalls abgesichert zu sein. Im Folgenden erhalten Sie einige Tipps und Wissenswertes, mit dem Sie die richtige Versicherung für sich finden. Es ist sinnvoll, regelmäßig zu vergleichen, ob sich ein Wechsel lohnt.

Die Haftpflichtversicherung

Jeder Fahrzeugbesitzer in Deutschland muss mindestens über eine Haftpflichtversicherung verfügen. Diese muss bei der Zulassung nachgewiesen werden. Alle weiteren Versicherungen sind hingegen freiwillig.

Die Haftpflichtversicherung funktioniert wie folgt:
Wenn Sie dem Fahrzeug eines anderen Fahrers oder gar dem Fahrer selbst Schaden zugefügt haben, kommt Ihre Versicherung für den Schaden auf. Die Mindestdeckungssumme liegt für Personenschäden bei 7,5 Millionen Euro, für Sachschäden bei 1,12 Millionen Euro und für Vermögensschäden bei 50.000 Euro. Wenn jedoch mehrere Personen gleichzeitig zu Schaden kommen, ist die relativ niedrige Deckungssumme schnell erreicht, sodass eine Deckungshöhe von 100 Millionen Euro ratsam sein kann. Die Haftpflicht zahlt für Abschleppkosten, Reparatur, Mietwagen oder Schäden an Gebäuden. Bei Personenschäden übernimmt sie Heilkosten, Schmerzensgeld, Verdienstausfall und im schlimmsten Fall auch eine lebenslange Rente.

Voll- und Teilkaskoversicherung

Ein Schaden am eigenen Auto wird mit einer Teil- oder Vollkaskoversicherung gedeckt.

Die Teilkasko zahlt bei:

  1. Diebstahl
  2. Brand, Explosion
  3. Glasbruch
  4. durch Marderbiss verursachte Schäden
  5. Schäden durch Rehunfälle
  6. Sturm, Blitzschlag, Hagel, Überschwemmung

→ Im Gegensatz zu der Teilkaskoversicherung deckt die Vollkaskoversicherung zusätzlich noch Schäden am eigenen Auto durch Selbstverschuldung und beispielsweise durch Vandalismus ab.

Bei älteren Autos bietet es sich eher an, auf eine Teil- oder Vollkaskoversicherung zu verzichten, da die möglichen Kosten durch oben genannte Schäden meist deutlich niedriger ausfallen.

Individuelles Schadensrisiko

Um das individuelle Schadensrisiko eines Fahrers ausfindig zu machen, erstellen die Versicherungen zunächst ein Risikoprofil. Fahranfänger beispielsweise stellen hierbei eine teurere Gruppe dar, da sie noch unerfahren sind und Statistiken zufolge häufiger in Unfälle verwickelt sind. Sie zahlen daher einen Aufschlag.

Tipps zur Kfz-Versicherung

Mit einigen Tipps kommt man ganz schnell an eine günstige Kfz-Versicherung. Dabei ist bei Vertragsschluss zu achten, dass ggf. eine Selbstbeteiligung abgeschlossen wird, womit Sie sich bereit erklären, kleinere Schäden am Auto selbst zu zahlen. Das spart der Versicherung zunächst Kosten, was mit einem teils deutlichen Beitragsrabatt honoriert wird. Weiterhin ist zu beachten, dass der Fahrerkreis klein gehalten wird. Ehepartner und Partner sind zwar in der Regel mitversichert. Doch je größer der Fahrerkreis wird, desto teurer wird die Versicherung. Der Kauf des Autos entscheidet auch oft über die Beitragshöhe der Versicherung, da Autos mit höherem Wert eine teurere Typklasse besitzen. Deswegen lohnt es sich, die Beiträge für verschiedene Automodelle vor dem Kauf eines Fahrzeuges zu vergleichen. Den Beitrag jährlich zu bezahlen, anstatt viertel- oder halbjährlich, ist ebenso in der Regel günstiger. Die Nutzung dieser Zahlweise spart nach einer Studie im Schnitt mehr als 8 Prozent ein. Am teuersten wird es meistens, wenn man die KFZ Versicherung monatlich bezahlt.

Weitere Kosten können durch sorgfältiges Einschätzen der Fahrleistung gespart werden – wer beispielsweise 25.000 km jährlich fährt, zahlt im Schnitt etwa 28 Prozent mehr als jemand, der nur 10.000 km mit dem Auto zurücklegt. Viele Versicherte haben deutlich höhere Fahrleistungen als nötig vereinbart und verzichten auf eine entsprechende Ersparnis.

Teilweise kann außerdem, je nach Versicherung, durch eine vereinbarte Werkstattbindung eine Ersparnis möglich sein.

https://www.rv24.de/online/kfz-versicherung/autoversicherung/guenstige-kfz-versicherung.xhtml

http://www.finanztip.de/kfz-versicherung/fahranfaenger/

http://www.gdv.de/zahlen-fakten/kfz-versicherung/

Bild: © istock.com/nd3000

Das erste eigene Auto – auch für Berufseinsteiger kein Problem

Das eigene Auto ist dank unterschiedlicher Finanzierungsmöglichkeiten für den Berufseinsteiger heutzutage kein Problem mehr.

Gerade die jungen Leute streben nach der großen Unabhängigkeit von ihren Eltern und wollen selbst bestimmen können, wo es hingeht. Mit einem eigenen Auto ist das kein Problem. Wie sollen sie sich das aber direkt nach der Schule leisten? Es gibt ein paar Tipps und Tricks, wie der Autokauf auch Berufseinsteigern schon gelingt.

 Der große Traum vom eigenen Auto

Spätestens wenn die ersten Freunde ihre Führerscheinprüfung bestanden haben und endlich fahren dürfen, steigt das große Verlangen nach dem eigenen Auto. Wer träumt nicht davon, endlich nicht mehr die Eltern anflehen müssen, einen doch bitte unbedingt jetzt von A nach B bringen zu müssen. Hinfahren zu können, wo immer man hinwill und vor allem wann man will. Nicht mehr auf die überfüllten Verkehrsmittel angewiesen zu sein. In anderen Worten: Endlich frei zu sein!

Dieses Gefühl muss dem jungen Berufseinsteiger nicht verwehrt bleiben. Auch mit einem geringen Azubi-Gehalt ist es möglich, sich ein eigenes Auto zu finanzieren. Jedoch darf hier die Tatsache nicht aus den Augen gelassen werden, dass es wohl nicht gleich der rote Ferrari werden wird. Vielleicht reicht für den Anfang auch ein Gebrauchtwagen. Aber bitte nicht über’s Ohr ziehen lassen. Wir zeigen dir, woran du einen seriösen Autohändler erkennst.

Die Finanzierungsmöglichkeiten

Bei all den aufkommenden Glücksgefühlen, sich nun auch ein eigenes Auto kaufen zu können, stellt sich aber erst einmal die Frage: Wovon?

Wenn die Eltern nicht jahrelang vorab dafür gespart haben, kann der Auszubildende zu Beginn seiner Ausbildung kaum genügend Geld aufbringen, um sich eben mal schnell ein Auto zuzulegen. Das ist aber auch nicht weiter schlimm, denn dafür gibt es verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten:

  • Autokredit

oder

  • Leasing
Für Angestellte und Azubis ist der klassische Autokredit die bessere Finanzierungsmöglichkeit.

Der Autokredit kann – sofern du 18 Jahre alt bist und ein festes monatliches Einkommen nachweisen kannst – entweder beim Händler direkt, bei der Hausbank oder einem anderen Geldinstitut im Wert der anfallenden Summe aufgenommen werden. Bei Abschluss eines Kredits werden sodann erst einmal verschiedene Konditionen festgelegt. Diese orientieren sich an der Auszahlungssumme und den Möglichkeiten der monatlichen Ratentilgung.

Abgelehnt werden kann eine Kreditaufnahme allerdings auch. Und zwar im Falle von Schulden und SCHUFA Einträgen. Was ist eigentlich die SCHUFA? Die SCHUFA agiert nach dem „Prinzip der Gegenseitigkeit“. So können die Vertragspartner der SCHUFA Informationen zu einem finanziellen Risiko eines Geschäfts abfragen und von diesem gegebenenfalls zurücktreten. Auch bei einer Kreditaufnahme folgt ein SCHUFA Eintrag. Inzwischen gibt es aber Autokredite auch ohne SCHUFA.

Ein Vorteil hierbei ist, dass die Zinsen derzeit niedriger sind als je zuvor und daher kaum für eine Mehrbelastung sorgen werden. Durch Sondertilgungen kann die Summe zudem auch schneller abbezahlt werden. Wenn dies letztlich erfolgt, besteht der größte Vorteil darin, dass das Auto in den eigenen Besitz übergeht und bei Bedarf auch privat wiederverkauft werden kann.

Vor- und Nachteile der verschiedenen Autofinanzierungsmöglichkeiten

Finanzierungsangebote vom Händler direkt:

  • Sonderkredite mit 0% Jahreszins beim Kauf eines Neuwagens sind möglich.
  • Angebote sind meist von kurzer Dauer und gelten oft nur für hochpreisige oder speziellere Firmenfahrzeuge (ergo: an spezielle Modelle gebunden).
  • Die angesetzte Ratenzahlung ist selten flexibel in ihrer Laufzeit.

Autokredit bei einem Geldinstitut:

  • Der gesamte Betrag steht umgehend zur Verfügung.
  • Durch die einmalige Barzahlung beim Händler können Rabatte abgestaubt werden.
  • Feste Laufzeit mit gleichbleibenden Raten.
  • Die Ratenhöhe richtet sich nach der Vertragslaufzeit, die individuell vereinbar ist.

Bei der Kreditaufnahme lässt sich aber auch noch mehr einsparen:

Wenn der Kredit online abgeschlossen werden kann, fallen in der Regel die Zinsen niedriger aus, weil dabei weniger Arbeitsaufwand für den jeweiligen Anbieter entsteht. Zudem erfolgt die Abwicklung hier deutlich schneller, sodass der Kredit auch recht kurzfristig aufgenommen werden kann. Bevor du einen Kreditvertrag abschließt, solltest du also fragen:

  • Ist der Kredit online abzuschließen?
  • Werden flexible Raten und Laufzeiten angeboten?
  • Ist eine vorzeitige Kredittilgung möglich?

Leasing:

  • Anzahlung
  • Monatliche Leasingrate bis zum Ende der Laufzeit.

Mit dem Leasingvertrag wird ein Auto zunächst mehr oder weniger gemietet. Nach Ablauf der Laufzeit ist es dann dir überlassen, ob du das Auto wieder zurückgibst oder es gegen die Zahlung des oft recht hohen Restwertes auf dich übertragen lässt.

Oftmals sind die Zinsen für diesen Service aber auch sehr hoch. Daher eignet sich dieses Prinzip der Finanzierung mehr für ein Unternehmen als für einen Privatmann.

Wie der Berufseinsteiger auch bei den Unterhaltungskosten langfristig Geld einsparen kann

Es gibt da noch ein paar Tipps und Tricks, wie auch bei den Unterhaltungskosten eines Wagens langfristig gespart werden kann, sodass mehr Geld für die Ratentilgung übrigbleibt.

Beim Fahren allein lässt sich bereits schon einiges an Sprit sparen durch

  • eine vorausschauende Fahrweise,
  • die Reduzierung des zusätzlichen Gewichtes an Bord,
  • möglichst seltenen Transport auf dem Dach des Autos,
  • das Vermeiden von Kurzstrecken,
  • das regelmäßige Überprüfen des Reifendrucks,
  • den Verzicht auf die Klimaanlage (wenn möglich)
  • und die regelmäßige Wartung des Fahrzeugs.

Obendrein lässt sich noch einiges durch die Gründung von Fahrgemeinschaften sparen. Sodass entweder alle immer mit einem Auto fahren und der Fahrer für diesen Service eine Gebühr von allen Mitfahrern erhält. Oder es wird sich kontinuierliche abgewechselt, so dass jedes Auto mal herhalten muss, insgesamt aber deutlich weniger in Anspruch genommen wird. Daneben ist es generell immer ratsam, die Spritpreise verschiedener Tankstellen zu vergleichen.

Auch bei der KFZ-Steuer und -Versicherung für Fahranfänger lässt sich noch einiges einsparen. Während die KFZ-Steuer sich nach dem Alter und dem Schadstoffausstoß des Wagens richtet (umso höher, umso teurer), orientiert sich die Höhe der KFZ-Versicherung an Alter und Fahrerfahrung des Fahrers. Aber auch nach dessen Beruf sowie der voraussichtlich zurücklegenden Kilometeranzahl. Ein Vergleich ist hier absolut empfehlenswert.

Wenn all die aufgeführten Punkte berücksichtigt werden, steht dem Fahrvergnügen eines Berufseinsteigers nichts mehr im Weg.

 

Weiterführende Links:

https://www.autokreditevergleich.de/gebrauchtwagen-finanzierung/

http://www.finanztip.de/kfz-steuer/

https://www.experto.de/geld-sparen/15-tipps-mit-denen-sie-als-autofahrer-bares-geld-sparen.html

https://www.experto.de/geld-sparen/verbrauchertipps/gebrauchtwagenkauf-so-erkennen-sie-serioese-autohaendler.html

http://tanken.de/kfz-versicherung-fuer-fahranfaenger/

Bildquellen:

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Gebrauchtwagen: Das müssen Käufer und Verkäufer beachten

Der Kauf eines Gebrauchtwagens ist für alle Beteiligten mit einem gewissen Nervenkitzel verbunden. Sowohl Verkäufer als auch Käufer möchten den optimalen Preis erzielen – doch besonders als Laie ist es oft nicht einfach, die Tricks mancher Verhandlungspartner zu durchschauen. Der vorliegende Artikel erklärt, was es beim Gebrauchtwagenkauf zu beachten gilt.

Das ist beim Gebrauchtwagenkauf wichtig für Verkäufer

Alles beginnt mit der Entscheidung eines Autobesitzers, seinen PKW verkaufen zu wollen. Beim Verkauf sollte man sich jedoch Zeit lassen und das Auto nicht beim nächstbesten Händler verkaufen. Wer den Wert seines Wagens nicht kennt, befindet sich in einer denkbar ungünstigen Verhandlungsposition. Aus diesem Grund sollte man den Wagen zunächst bewerten lassen, um einen realistischen Verkaufspreis in Erfahrung zu bringen. Der bequemste Weg führt hier zur Online-Fahrzeugbewertung, bei der durch Eingabe der Eckdaten des Gebrauchtwagens eine Preisempfehlung inklusive Verhandlungsspielraum errechnet wird. Dafür werden folgende Informationen benötigt:

  • Marke
  • Erstzulassung
  • Modell
  • Kraftstoff
  • Leistung
  • Getriebe
  • Kilometerstand
  • (Sonder-)Ausstattung

Zusätzlich zur kostenlosen Online-Fahrzeugbewertung kann man die sogenannte Schwacke-Liste, in der alle aktuellen Gebrauchtwagenpreise aufgelistet sind, zu Rate ziehen. Dabei wird jedoch eine Gebühr fällig. Eine weitere Möglichkeit ist ein professionelles Wertgutachten eines freien Kfz-Gutachters, dessen Arbeit aber selbstverständlich bezahlt werden muss.

Wurde der Wert ermittelt, gilt es einen Käufer zu finden. Wer an privat verkaufen möchte, inseriert sein Auto online. Die Anzeige sollte alle wichtigen Informationen und ansprechende Fotos enthalten. Da die Optik für den ersten Eindruck ausschlaggebend ist, sollte das Auto vorher noch einmal in die Waschanlage gefahren werden. Kleinere Lackschäden und Dellen können dank günstiger Smart Repair-Methoden schnell entfernt werden. Unfallschäden dürfen beim Verkauf jedoch keinesfalls verschwiegen werden, da der Kaufvertrag ansonsten im Nachhinein anfechtbar ist. Im Allgemeinen ist im Kaufvertrag außerdem darauf zu achten, dass die Fahrgestellnummer sowie alle Angaben wie Kilometerstand, Erstzulassung und Ausstattungsmerkmalen korrekt sind, um den Vertrag nicht anfechtbar zu machen. Die personenbezogenen Daten von Käufer und Verkäufer sowie die Unterschriften beider Parteien dürfen ebenfalls nicht fehlen.

Das ist beim Gebrauchtwagenkauf wichtig für Käufer

Falsche Angaben des Verkäufers müssen vom Käufer im Ernstfall nachgewiesen werden. Das kann teuer werden und sich in die Länge ziehen. Daher sollte man das Auto vor dem Kauf unbedingt auf Herz und Nieren prüfen. Generell sollte man einen Gebrauchtwagen niemals ohne Probefahrt kaufen. In den allermeisten Kaufverträgen taucht die Floskel „Gekauft wie gesehen“ auf, die den Verkäufer von jeglicher Gewährleistung befreit. Ein solcher Vertrag wird nur durch bewusste Falschangaben anfechtbar.

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Käufer immer eine Kfz-versierte Person als Begleitung dabei haben. Ist im eigenen Umfeld niemand zu finden, der sich mit Autos auskennt, lohnt sich ein unabhängiger Gutachter, um am Ende nicht von immensen Reparaturkosten überrascht zu werden. Diese Investition rechnet sich jedoch erst bei etwas teureren Modellen. Bei einem Gebrauchtwagenwert von etwa 2.000 Euro sprengen die Gutachterkosten ansonsten womöglich den Rahmen.

Beim Check muss unter anderem auf die nächste Haupt- und Abgasuntersuchung geachtet werden, die mindestens noch ein Jahr entfernt liegen sollte. Wurden Teile ausgetauscht, können Käufer sich die jeweiligen Rechnungen zeigen lassen. Auch bei den Fahrzeugpapieren sollte man genau hinsehen und sichergehen, dass wirklich alle Einträge mit dem Fahrzeug übereinstimmen (Hersteller, Kennzeichen, TÜV-Plakette etc.). Generell sollten sich Käufer nicht zu einem Kauf drängen lassen. Es ist legitim, sich Bedenkzeit einzuräumen und den Vertrag und alle relevanten Unterlagen in Ruhe durchzusehen. Ein Vertragsschluss zwischen Tür und Angel nach flüchtigem Überfliegen kann fatale Folgen haben.

Zusätzliche Informationen:

https://www.autoscout24.de/fahrzeugbewertung/
http://www.pkw.de/ratgeber/auto-verkaufen/auto-verkaufen-tipps
http://www.t-online.de/ratgeber/auto/autokauf/id_50159148/sicherheitstipps-fuer-den-gebrauchtwagenkauf-von-privat.html
https://www.welt.de/finanzen/tipp-des-tages/article13404955/Was-muss-ich-beim-Gebrauchtwagenkauf-beachten.html

Bildrechte: Flickr Car Shopping Spree Pictures of Money CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Flexiblere Kredit-Formen zur Finanzierung eines Autos

Die meisten Finanzierungsmöglichkeiten bauen auf gleichbleibende Raten oder unflexible Wege der Abbezahlung auf. Dabei besitzen die Kredite eine Laufzeit von bis zu acht Jahren. In dieser Zeit muss das Auto dann komplett abbezahlt werden und gehört nach Abschluss dann ausschließlich dem Käufer. Vor Aufnahme eines Kredites muss jedoch gut überlegt werden, ob man sich für einen langen oder kurzen Zeitraum der Abbezahlung entscheidet.

Planungssicherheit und Risiken

Wer sicher planen will, muss leider auch mit hohen Zahlungen rechnen. Wer jedoch Risiken eingeht oder über längere Zeit finanziert, kann mit geringeren Kosten rechnen.

Der Vorteil einer Finanzierung über einen langen Zeitraum sind natürlich die geringen Raten, da der Gesamtbetrag in mehr kleinere Stücke unterteilt wird. Jedoch summieren sich die anfallenden Zinsen in der Regel auf eine höhere Summe. Bei einem kurzen Zeitraum ist beides quasi umgedreht: Niedrige Zinsen, dafür jedoch hohe Monatsraten.

In beiden Fällen muss jedoch stetig Geld in die Haushaltskasse fließen, um die Kosten entsprechend zu decken. Man sollte folglich im Voraus genau planen können.

Klassisches Leasing flexibler als Finanzierung?

Ist das klassische Leasing grundsätzlich flexibler als eine Finanzierung? Dies lässt sich nur beantworten, indem man beide Finanzierungsmodelle einmal miteinander vergleicht.

Leasing bedeutet, dass man nicht wie bei der Finanzierung ein Auto in bestimmten Raten in einem gewissen Zeitraum mit X Zinsen abbezahlt und es am Ende zum persönlichen Eigentum wird, sondern, dass man ein Auto lediglich über einen gewissen Zeitraum mietet. Während dieser Zeit und auch nach Ablauf dieser Periode gehört das Fahrzeug noch immer der Bank bzw. dem Leasinggeber. Jedoch haben Sie nach Ablauf der Laufzeit in der Regel die Möglichkeit, das Auto zum Restwert zu kaufen. Dieser orientiert sich an Faktoren wie gelaufene Kilometer, Verschleiß und dem aktuellen Marktwert des Autos. Zwar sind die Monatsraten bei einer Finanzierung deutlich günstiger als bei einem Kredit, jedoch ist die Höhe des Restbetrages nicht immer einheitlich und kann je nach Auto auch nach Ablauf des Leasings noch sehr hoch ausfallen. Wer dann nicht auf ein anderes Fahrzeug mit einem neuen Leasingvertrag umsteigen will, muss Geld für den Kauf des bisher geleasten oder ein anderes Fahrzeug aufbringen.

Ob Leasing also grundsätzlich flexibler ist, als eine Finanzierung, muss jeder für sich selbst entscheiden, da es auf verschiedene persönliche Faktoren, wie ein regelmäßiges Einkommen und die Planungsfähigkeit ankommt.

Drei-Wege-Kredit – die flexible Kombi-Finanzierung

Der Drei-Wege-Kredit ist eine Kombination aus Ratenkredit und Leasing. Hier werden in den ersten Jahren Teile der Kreditsumme zu geringen Zinsen abbezahlt und dann stehen einem drei Wege, wie es weiter gehen soll, zur Verfügung.

  • Vollständige Begleichung der übrigen Raten aus der eigenen Haushaltskasse
  • Weiterführende Finanzierung, jedoch zu höheren Zinsen über die Bank
  • Rückgabe des Fahrzeugs.

Zu beachten ist: Die Fahrzeugrückgabe ist nur möglich, wen Sie die zuvor vereinbarten Bedingungen eingehalten haben. Dies beinhaltet zum Beispiel eine Obergrenze der erreichten Kilometer oder den Fahrzeugzustand.

Sollte man also nicht wissen, was die Zukunft bereit hält, oder bevorzugt man eine eher flexiblere Art der Finanzierung, so stellt der Drei-Wege-Kredit unter Umständen eine sehr gute Möglichkeit für diese Ansprüche dar.

 

Weiterführende Links:

https://www.adac.de/produkte/finanzdienstleistungen/autokredit/fragen-antworten/

https://www.toptarif.de/autokredit/

http://www.spiegel.de/auto/fahrkultur/autofinanzierung-die-wichtigsten-finanzierungsmodelle-im-ueberblick-a-827181.html

 

Bildquelle:

Pixabay.com, © andreas160578 (CC0-Lizenz)

Autokredit trotz geringem Einkommen: So klappt die PKW-Finanzierung bei Geringverdienern

Die meisten Menschen benötigen einen Kredit, um ein Auto zu kaufen. Für viele ist die Auto-Finanzierung auch kein Problem: Sie leisten eine größere Anzahlung und zahlen dann angemessene monatliche Raten. Wenn Sie nur ein geringes Einkommen haben, wird es jedoch schwieriger, einen Kredit zu erhalten. Die Kreditanbieter haben Angst vor Zahlungsausfällen, sodass sie Geringverdienern den Kredit ungern gewähren. Dennoch müssen Sie auch dann nicht zwangsläufig auf ein neues Auto verzichten, wenn Ihr Monatseinkommen niedrig ist. Wir erklären Ihnen im Folgenden, worauf Sie als Geringverdiener achten müssen, wenn Sie einen Autokredit abschließen möchten, welche Finanzierungsmodelle es für Sie gibt und welche Voraussetzungen Sie erfüllen sollten.

Übliche Voraussetzungen für einen Autokredit

Laut smava.de müssen normalerweise die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein, wenn Sie einen Autokredit aufnehmen wollen:

  • Alter von mindestens 18 Jahren
  • Deutscher Wohnsitz
  • Deutsches Konto
  • Regelmäßiges Einkommen
  • Ungekündigtes Arbeitsverhältnis
  • Ausreichende Bonität

Die Bonität gibt an, ob ein Verbraucher kreditwürdig ist. Sie wird anhand des sogenannten Bonitätsscores ermittelt. Er verdeutlicht, wie hoch die Wahrscheinlichkeit dafür ist, dass eine Person ihre Verbindlichkeiten vertragsgerecht begleicht, also alle Rechnungen vollständig und fristgerecht bezahlt. Über den eigentlichen Kontostand oder das monatliche Einkommen sagt der Bonitätsscore demnach nichts aus.

Das heißt auch, dass eine Person nicht unbedingt kreditunwürdig sein muss, nur weil ihr Einkommen eher gering ist. Die Kreditwürdigkeit nimmt zu, wenn Sie einen Kredit mit niedrigen Monatsraten beantragen und dafür eine längere Laufzeit in Kauf nehmen. Sofern Sie gleichzeitig nur geringe monatliche Ausgaben haben – etwa weil Sie mietfrei im eigenen Haus wohnen –, steigen Ihre Chancen auf einen Autokredit. Allerdings sind bei Krediten keine allgemeinen Aussagen möglich. Die entscheidende Voraussetzung besteht immer darin, dass eine positive Haushaltsrechnung vorliegen muss. Teilweise kann ein Kreditinteressent mit niedrigem Einkommen, der keine oder nur eine geringe finanzielle Belastung hat, eher einen Kredit erhalten als eine Person mit höherem Einkommen, die bereits eine Hypothek und viele monatliche Unterhaltsverpflichtungen hat.

Privatkredite sind für Geringverdiener eine gute Alternative

Natürlich bevorzugen viele Kreditgeber Großverdiener, damit die Rückzahlung gesichert ist. Aber auch Kleinverdiener haben bei vielen Anbietern gute Chancen. Sie müssen jedoch einen höheren Zeitaufwand einplanen, weil die Laufzeit oft länger gewählt wird, damit kleinere Raten möglich sind. Wenn Sie von der Bank keinen Kredit genehmigt bekommen, besteht die Möglichkeit, einen Kredit von Privat zu nehmen. Im Internet finden Sie viele entsprechende Angebote. Bei der Recherche müssen Sie sich Zeit nehmen, um viele Anbieter zu vergleichen und auf ihre Seriosität zu überprüfen. Gerade bei neuen privaten Kreditgebern ist Vorsicht geboten: Hier fehlen die Erfahrungen von anderen Verbrauchern. Bei Ihrer Kreditrecherche sollten Sie insbesondere auf den Zinssatz, die Modalitäten bei einem möglichen Zahlungsausfall und die Rückzahlung achten.

Mögliche Finanzierungsmodelle für Geringverdiener

Egal, ob Sie einen Neu- oder Gebrauchtwagen kaufen möchten, bei Geringverdienern werden oft andere Finanzierungsmodelle eingesetzt als bei Normalverdienern. Insbesondere die folgenden zwei Modelle haben sich in diesem Fall bewährt:

  • Leasing
  • Ballonfinanzierung

Die Lösungen ähneln sich auf den ersten Blick, haben aber einige wesentliche Unterschiede.

Leasing

Beim Leasing handelt es sich nicht um eine klassische Finanzierung. Stattdessen mieten Sie das gewünschte Fahrzeug über einen gewissen Zeitraum. Sie haben jedoch die Möglichkeit, das Fahrzeug zu kaufen, nachdem die Laufzeit abgelaufen ist. Dafür müssen Sie den Restwert bezahlen. Er wird meist passend zum Marktwert des Autos berechnet. Die finanzierende Bank ist während der kompletten Laufzeit im Besitz des Fahrzeugscheins. Sie werden also nie zum Eigentümer des Fahrzeugs. Dafür sind die Monatsraten aber sehr gering.

Ballonfinanzierung

Die Ballonfinanzierung ähnelt dem Leasing-Angebot. Sie zahlen nur geringe Monatsgebühren, weshalb der Restwert hoch angesetzt wird. Der größte Unterschied besteht darin, dass Sie selbst zum Besitz des Fahrzeugs werden, solange Sie das Auto finanzieren. Bei der Ballonfinanzierung können Sie den Restwert entweder bar bezahlen oder weiter finanzieren. Dafür eignet sich dann zum Beispiel der traditionelle Autokredit. Ideal ist, wenn Sie während der Laufzeit Geld sparen, um einen Teil der Restsumme direkt zu begleichen.

Leasing vs. Ballonfinanzierung – Was ist für Geringverdiener die bessere Wahl?

Beide Finanzierungsmodelle eignen sich für Geringverdiener, weil sie niedrige monatliche Raten ermöglichen. Auch mit einem geringen Einkommen sind Sie somit in der Lage, ein Auto zu finanzieren. Im Gegensatz zum normalen Autokredit wird hierbei nicht die volle Summe in Raten aufgeteilt, weil Sie beim Leasing oder der Ballonfinanzierung noch eine Restsumme zahlen. Sie sind jedoch nicht verpflichtet, den Restwert zu begleichen. Stattdessen können Sie bei beiden Finanzierungsmodellen das Fahrzeug beim Händler zurückgeben. Für welche Variante Sie sich entscheiden, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben ab und richtet sich vor allem danach, ob Sie das Auto besitzen möchten oder nicht. Gerade beim Leasing ist es wichtig, das Auto gut zu pflegen. Es wird nach der Laufzeit des Leasing-Vertrags einem Gutachten unterzogen, damit der tatsächliche Restwert ermittelt werden kann.

Weiterführende Informationen
http://www.wiwo.de/finanzen/steuern-recht/bonitaet-und-schufa-score-so-funktioniert-die-bonitaetsnote-der-schufa/13992306-2.html
https://www.smava.de/autokredit/
https://www.adac.de/produkte/finanzdienstleistungen/autokredit/ueberblick/

Tipps rund um die Autoversicherung

Mit dem Kauf eines neuen Autos stellt sich auch immer die Frage nach der idealen Versicherung für das Fahrzeug. Eine Kfz-Haftpflicht-Versicherung ist für alle Fahrzeughalter in Deutschland verpflichtend. Eine Kaskoversicherung ist zwar keine Pflicht, aber dennoch dringend ans Herz zu legen. Außerdem gibt es unter anderem die Kfz-Unfallversicherung sowie die Verkehrs-Rechtsschutzversicherung. Welche Versicherung für wen sinnvoll ist, erklärt dieser Artikel.

Kfz-Haftpflichtversicherung: Gesetzlich vorgeschrieben

Für alle Fahrzeughalter in Deutschland ist die Kfz-Haftpflichtversicherung per Gesetz verpflichtend. Auf deutschen Straßen darf kein Fahrzeug ohne gültigen Vertrag geführt werden. Durch die Kfz-Haftpflicht wird garantiert, dass Geschädigte im Straßenverkehr ihren Schadenersatz erhalten. Abgedeckt sind Personen-, Sach- und Vermögensschäden.

Kaskoversicherung: Teil- oder Vollkaskoschutz?

Die nicht verpflichtende Kaskoversicherung deckt Schäden am eigenen Auto ab. Bei einem Teilkaskoschutz übernimmt die Versicherung die Kosten für Schäden am eigenen Auto, für die niemand haftbar gemacht werden kann. Es werden Schäden im Falle eines Brands, einer Explosion, eines Diebstahls, eines Glasbruchs oder eines Kurzschlusses, aber auch im Falle höherer Gewalt wie Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Überschwemmung reguliert. Auch Schäden durch Unfälle mit Haarwild wie Wildschweinen oder Rehen sind in aller Regel abgesichert.

Mit dem Vollkaskoschutz bekommen Fahrzeughalter die umfassende Absicherung. Neben den Teilkaskoleistungen sind zudem selbstverschuldete Schäden am eigenen Wagen, mut- und böswillige Beschädigung durch fremde Personen (Vandalismus) sowie Schäden nach Fahrerflucht abgedeckt. In der Regel wird empfohlen, seinen Neuwagen mit dem Vollkaskoschutz abzusichern. Bei älteren Fahrzeugen reicht die Teilkasko aus.

Kfz-Unfallversicherung: Finanzielle Absicherung gegen Unfallfolgen

Die Kfz-Unfallversicherung greift, wenn der Fahrer und die Fahrzeuginsassen bei einem Unfall verletzt werden und niemand haftbar gemacht werden kann. Auch wenn ein langer Rechtsstreit vor Gericht droht, um die Situation zu klären, springt die Kfz-Unfallversicherung ein, um eine finanzielle Notsituation des Versicherten zu vermeiden. Prinzipiell deckt die Kfz-Unfallversicherung Risiken ab, die bereits anderweitig abgesichert sind. Die Mitfahrer sind durch die Kfz-Haftpflicht abgesichert und der Fahrer durch seine Krankenkasse. In den meisten Fällen ist die Kfz-Unfallversicherung deshalb unnötig.

Verkehrs-Rechtsschutzversicherung: Schutz vor Kosten eines Verkehrs-Rechtsstreits

Der Verkehrs-Rechtsschutz gehört für Autofahrer zu den sinnvollen Versicherungen, da Streitigkeiten rund um das Fahrzeug, die vor Gericht landen, schnell teuer werden können. Ist bei einem Unfall nicht klar, wer Verursacher und wer Opfer ist, werden die Fälle oft vor Gericht geklärt. An dieser Stelle ist der Verkehrs-Rechtsschutz eine sinnvolle Absicherung. Auch wenn Fahrzeughalter Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid einlegen möchten, bekommen sie das Anwaltshonorar von der Versicherung erstattet, sollte der Fall vor Gericht landen. Mit einer Verkehrs-Rechtsschutzversicherung fahren Autofahrer schlichtweg sicherer.

Fazit

Die Entscheidung, wie Fahrzeughalter ihren Wagen absichern möchten, müssen sie selbstständig treffen. Alleine durch Kenntnis des Inhalts der einzelnen Versicherungen und durch das Abschätzen der eigenen Bedürfnisse können Autobesitzer urteilen, welche Versicherungen die richtigen für sie sind. Wie bei allen Versicherungen, lohnt sich auch bei Kfz-Versicherungen der Preisvergleich. Oft lässt sich mit einem Wechsel einiges einsparen. Die typische Wechselzeit ist im Herbst, da Fahrzeughalter bis zum 30. November jedes Jahres die Möglichkeit haben, die alte Police zu kündigen und eine neue abzuschließen.

Zusätzliche Informationen:
https://www.welt.de/finanzen/versicherungen/article158844202/In-diesem-Herbst-sparen-nur-die-cleveren-Autofahrer.html
https://www.cosmosdirekt.de/autoversicherung/
http://www.finanzen.de/news/14722/verkehrsrechtsschutz-sinnvoll-oder-blosse-geldverschwendung

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Wann sich Leasing lohnt

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Für Unternehmer ist Leasing fast immer von Vorteil.

Deutschland ist bekanntlich das Auto-Liebhaber-Land. Unabhängig zu sein und sich möglichst unkompliziert von A nach B zu bewegen gehört zu den häufigsten Gründen, sich für ein Auto zu entscheiden. Und dennoch: Nicht jeder Autofahrer muss sein Fahrzeug käuflich erwerben, um mobil zu sein. Car-Sharing und Leasing verbreiten sich immer mehr. Dabei beschränkt sich Leasing oftmals noch auf Unternehmen. Doch der Markt öffnet sich auch immer weiter Richtung Privatpersonen.

Was ist Leasing?

Leasing leitet sich aus dem englischen Begriff „to lease“ ab und bedeutet nichts anderes als „pachten“ oder „mieten“. Beim Auto-Leasing ist der Leasinggeber rechtlicher Eigentümer des Fahrzeugs. Für einen vereinbarten Zeitraum und gegen die Zahlung von Leasingraten vermietet er das Fahrzeug an den Leasingnehmer.

Der Leasingnehmer erhält vom Leasinggeber das Recht auf Nutzung des Fahrzeugs. An dem Besitzverhältnis ändert sich nichts. Nach Ablauf des Leasingvertrages ist das Fahrzeug je nach vertraglicher Vereinbarung zurückzugeben oder kann käuflich erworben werden. Alternativ ist oft auch eine Verlängerung des Leasingvertrags möglich.

Dabei sind beim Leasing die vertraglichen Vereinbarungen zu beachten. Zu den Bestandteilen solcher Verträge gehören oftmals die Verpflichtung zum Unterhalt und der Pflege des Fahrzeugs. Ebenso ist der Leasingnehmer verpflichtet, entsprechende Versicherungen abzuschließen, um das Fahrzeug gegen Beschädigung und Diebstahl abzusichern.

Leasing für Unternehmen

Häufig greifen Unternehmen wie Handwerks- oder Logistikbetriebe auf die Option des Leasings zurück. Das Leasing ist für sie attraktiv, da es aufgrund der Kosten, die abgeschrieben werden können, bilanzneutral ist. Die Leasingraten können zu 100 Prozent als Betriebsausgabe abgeschrieben werden. Zeitgleich ist durch regelmäßige, kleinere Raten die Liquidität gesichert und es müssen keine großen Kredite bei einer Bank aufgenommen werden. Je nach Größe und Bedarf des Unternehmens wird beim Leasing auf zwei Varianten zurückgegriffen:

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Große Unternehmen unterhalten ganze Fuhrparks mit geleasten Fahrzeugen.
  • Leasing des kompletten Fuhrparks

Die häufigere Variante ist das Leasing des gesamten Fuhrparks. Oftmals werden für mehrere Mitarbeiter entsprechende Dienstfahrzeuge benötigt. Da der Überblick über die eigenen Fahrzeuge einiges an Mehraufwand bedeuten kann, gibt es auch Leasinggeber, die den Fuhrpark mit administrieren. Einzelne Tankbelege, Fahrtenbücher oder Scheckheftpflege müssen somit nicht mehr durch den Leasingnehmer organisiert werden. Dieses Full-Service Fuhrparkmanagement übernimmt das Schadensmanagement bei Unfällen, kann auf Rahmenverträge mit Werkstatten zurückgreifen, optimiert die Fahrzeugflotte und übernimmt alle anfallenden administrativen Aufgaben rund um die Fahrzeuge.

  • Leasing eines einzelnen Firmenwagens

Für kleinere Unternehmer und Solo-Selbstständige ist das Leasing eines einzelnen Fahrzeugs vielversprechender. Der administrative Aufwand hält sich hier in Grenzen, da bei einem Fahrzeug leicht der Überblick über Kosten und vorgenommene Fahrten gegeben ist. Die Auswahl an Fahrzeugen ist für einzelne Dienstwagen fast genauso groß wie im Autohandel. Von Ford und VW über BMW bis hin zum Jaguar lassen sich von fast jedem Hersteller einzelne Modelle finden. So lässt sich auch hier das Unternehmen durch ein entsprechendes Auto repräsentieren, ohne dass ein Kauf stattfinden muss.

Die fünf häufigsten Beweggründe von Unternehmen für Leasing sind laut dem Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL):

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Jeder fünfte Privat-PKW ist mittlerweile geleast.
  • Schonung der Liquidität
  • Gleichmäßige und kalkulierbare Kosten
  • Die Bank-Kreditlinie bleibt erhalten
  • Die Betriebsausstattung bleibt auf dem neuesten Stand
  • Investitionen trotz geringem Budget möglich

Leasing für Privatpersonen

Doch auch im privaten Sektor nimmt Leasing einen immer höheren Stellenwert ein. Jeder fünfte Privat-PKW ist geleast. Damit können sich Privatpersonen gegen einige der Alterserscheinungen des Autos absichern. Die Leasingverträge laufen für gewöhnlich zwischen drei und vier Jahre. Größere Reparaturen fallen in dieser Zeit meist nicht an, womit diese Kosten gespart werden können. Nach Ablauf der Leasingzeit muss der Leasingnehmer das Fahrzeug zudem zurücknehmen, so dass auch die aufwendige Suche nach einem Käufer entfällt.

Allerdings sind die Leasingnehmer verpflichtet, das Auto in einem gut gepflegten und sauberen Zustand zurückzugeben. Andernfalls können zusätzliche Kosten anfallen.

Ein anderer wesentlicher Nachteil des Leasings ist, dass der Vertrag nicht vorzeitig beendet werden kann. Einzige Ausnahmen sind ein Totalschaden, ein Diebstahl oder Tod des Leasingnehmers. Gelangt der Leasingnehmer beispielsweise  durch Verlust der Arbeit in Zahlungsschwierigkeiten, kann ihn das teuer zu stehen kommen. Der Leasinggeber ist berechtigt, bei Verzug der Ratenzahlung den Vertrag zu kündigen. Dann müssen die noch ausstehenden Kosten auf einen Schlag getilgt werden. Dies gilt natürlich so auch für Unternehmer. Vor allem Solo-Selbstständige, die nicht wissen wie sich ihre Geschäfte entwickeln, sollten genügend Polster haben, um eventuelle Engpässe überbrücken zu können.

Die Vor- und Nachteile im Überblick

Für einen besseren Überblick werden die Vor- und Nachteile des Leasings für Unternehmer und Privatpersonen noch einmal zusammengefasst.

Vorteile für Unternehmen:

  • Erhöhte Liquidität
  • Kalkulierbare Kosten
  • Bank-Kreditlinie wird nicht durch das Leasing beeinflusst
  • Leasingraten sind steuerlich absetzbar
  • Neuwertige Fahrzeuge

Vorteile für Privatpersonen:

  • Kalkulierbare Kosten
  • Kein Bankkredit notwendig
  • Neuwertiges Fahrzeug (weniger Reparaturkosten)
  • Keine Käufersuche im Anschluss notwendig

Nachteile für Unternehmen:

  • Eventuelle Mehrkosten bei Rückgabe (durch ungenügende Pflege oder kleinere Kratzer im Lack)
  • Es ist kein vorzeitiger Ausstieg aus dem Vertrag möglich (bindende Zahlungsverpflichtung)

Nachteile für Privatpersonen:

  • Eventuelle Mehrkosten bei Rückgabe (durch ungenügende Pflege oder kleinere Kratzer im Lack)
  • Es ist kein vorzeitiger Ausstieg aus dem Vertrag möglich (bindende Zahlungsverpflichtung)
  • Leasingraten sind nicht steuerlich absetzbar

 

Bildquellen:

Abbildung1: Pixabay.com, ©jarmoluk CC-0-Lizenz

Abbildung2: Pixabay.com, ©Muzine4u CC-0-Lizenz

Abbildung3: Pixabay.com, ©JamesDeMers CC-0-Lizenz

 

Quellen und zusätzliche Informationen:

https://www.dmf-leasing.com/fuhrparkmanagement.html

https://bdl.leasingverband.de/leasing/leasing-vorteile/

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/leasing/gefangen-in-der-laufzeit-leasingauto-ist-grosses-finanzielles-risiko/8941534.html

 

 

 

 

 

 

 

Autofahren: Sicher in den Winter

Mit dem Winter kommen auch Beeinträchtigungen wie Schnee, Frost und Glatteis – allesamt potenzielle Unfallrisiken, vor allem für Menschen mit eingeschränkter Sicht. Zum Jahr 2015 ist die Zahl der durch Schnee und Glätte bedingten Verkehrsunfälle mit Personenschäden in Deutschland auf 4.974 angestiegen (knapp 1.500 mehr als noch im Vorjahr). Eine alarmierende Zahl, wenn man bedenkt, wie einfach es ist, sich als Fahrer auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Hier ein paar Tipps, wie man in diesem Winter möglichst sicher durch den Straßenverkehr kommt.

Sehstärke: Das A und O für Fahrsicherheit

Egal, wie gut die technische Ausstattung des eigenen Fahrzeugs ist – in puncto Sicherheit ist das Wichtigste, dass der Fahrer klar und scharf sieht. Er infografik-autofahren-mit-brilleoder sie hat es in der Hand, mit vorausschauendem Fahrstil, wachsamer Verkehrsübersicht und schneller Reaktionsfähigkeit Unfallrisiken für sich und andere Verkehrsteilnehmer einzugrenzen. Hat man als Fahrer Probleme damit, andere Fahrzeuge, Schilder oder bewegte Objekte auf Anhieb zu erkennen, ist es höchste Zeit, die eigene Sehstärke prüfen zu lassen. Je nach Stärke der Sichteinschränkung wird in diesem Fall eine Brille zum Autofahren notwendig. Es empfiehlt sich, Modelle zu wählen, die

  • entspiegelt und Licht absorbierend getönt sind
  • ausreichend UV-Schutz bieten
  • sowie das Sichtfeld möglichst weiträumig einnehmen.

Sehtests sind in Deutschland nur für Fahranfänger vorgeschrieben. Dennoch sollte man seine Sehkraft zum Autofahren etwa alle 2 Jahre freiwillig überprüfen lassen. Ebenfalls wichtig: Wer trotz Verordnung ohne Sehhilfe Auto fährt, riskiert ein Verwarnungsgeld von 25 Euro. Außerdem ist es entscheidend, auch am Fahrzeug selbst gute Sehbedingungen zu schaffen. Wenn Fensterscheiben zufrieren, wird es meist nötig, diese zu enteisen sowie Dreckreste zur besseren Sicht zu entfernen. Dazu sollte keinesfalls heißes Wasser benutzt werden, da die Temperaturdifferenz die Scheibenstabilität gefährden und das Wasser eventuell wieder gefrieren kann. Stattdessen eignen sich Eiskratzer für die äußere und Heizungsluft für die innere Wiederherstellung des Sichtfelds. Bei Bedarf lässt sich auch mit Enteisungsspray oder Frostschutzmittel in der Scheibenwischerflüssigkeit nachhelfen.

Sicherheitsmaßnahmen bei Schnee, Frost oder Glatteis

Vor Einbruch der Minusgrade sollte jeder Autofahrer seine Winterreifen angebracht haben. Empfehlenswert ist dies von Oktober, wenn die Temperaturen noch mild sind, bis etwa April, wenn der Frühling zurückkommt. Dabei sind Winterreifen keine Zusatzoption, sondern absolut notwendig, um bei frostiger Witterung eine Grundsicherheit auf der Straße zu gewährleisten. Der festere Halt qualitativ hochwertiger Winterreifen sorgt mit ausreichender Profiltiefe dafür, dass man auf schneebedeckter Fahrbahn nicht so schnell ins Schleudern kommt. Dennoch sollte man bei schlechten Sichtverhältnissen bei bedeckter oder glatter Fahrbahn einige Sicherheitstipps beachten: Die wichtigsten sind:

  • Immer vorausschauend und mit angemessenem Tempo fahren,
  • ausreichend Abstand zu vorausfahrenden Autos halten
  • abrupte Fahraktionen vermeiden.

Da das Fahrzeug bei Glatteis selbst mit Winterreifen und ABS ins Schlittern kommen kann, ist es wichtig, im Vorfeld die Risiken während der Fahrt möglichst gering zu halten. So trägt man zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer bei.

 

https://www.adac.de/infotestrat/adac-im-einsatz/motorwelt/Glatteis.aspx/
http://bussgeldkatalog.kfz-auskunft.de/bereifung.html
https://www.blickcheck.de/sehhilfen/brillen/im-alltag/im-strassenverkehr/